Hofmann-Comeback bei Rapid missglückt: Grün-Weiße verlieren bei Ried knapp mit 0:1

Innviertler setzen sich nach 2 Heimniederlagen durch Bänderriss im Knie von Steffen Hofmann festgestellt

Die SV Ried hat den ersten Saisonsieg in der österreichischen Fußball-Bundesliga gefeiert. Nach zwei Auftakt-Niederlagen setzten sich die Innviertler in der 3. Runde vor eigenem Publikum gegen Rapid dank eines Drechsel-Treffers (61.) mit 1:0 durch und schlossen damit nach Punkten zum Rekordmeister auf, der nach drei Partien ebenfalls nur bei drei Punkten hält.

Allerdings durften sich die Gastgeber beim Schiedsrichter-Team bedanken, dass sie erstmals im Liga-Spieljahr 2006/07 gewannen und damit gegen Rapid nach sechs erfolglosen Versuchen wieder einen Erfolg landeten. Der Unparteiische Steiner und sein Assistent übersahen beim entscheidenden Treffer - dem ersten Liga-Tor der UI-Cup-Helden in dieser Saison - eine Abseitsstellung von Damjanovic, der Payer beim Schuss von Drechsel die Sicht verstellte.

Rapid erwischte besseren Start
Dabei erwischten die Hütteldorfer den besseren Start und fanden durch Mate Bilic, dessen Kopfball von Berger über die Latte gedreht wurde, bereits nach wenigen Sekunden die erste Chance vor. In der 3. Minute schoss Bazina, der so wie Bilic vom kroatischen Teamchef Slaven Bilic beobachtet wurde, freistehend am langen Eck vorbei, in der 33. Minute scheiterte er nach Bilic-Vorlage aus kurzer Distanz an Berger.

Die Rieder verlegten sich zunächst aufs Kontern und wurden vor der Pause nur einmal gefährlich, als Sulimani den Ball nach Querpass von Seo aus aussichtsreicher Position über die Latte jagte. Mit dem goldenen Drechsel-Tor aber stieg das Selbstvertrauen der "Wikinger", die ihre Führung aus Konterstößen durch Sulimani (67.), Damjanovic (79.) und vor allem Brunmayr (93.), der aus kurzer Distanz nicht ins leere Tor traf, hätten ausbauen können.

Rapid versuchte es in der Schlussphase mit der Brechstange, kam mit Ausnahme eines Kincl-Kopfballes (81.) zu keiner zwingenden Chance mehr. Zu diesem Zeitpunkt war Steffen Hofmann nicht mehr auf dem Platz, der Deutsche wurde bei seinem (eher farblosen) Comeback in der 57. Minute ausgewechselt.

Verdacht auf Bänderriss im Knie bei Steffen Hofmann
Das Comeback von Steffen Hofmann bei Rapid hätte wohl nicht schlechter verlaufen können. Der Deutsche musste bei der 0:1-Niederlage in Ried wegen einer Knieverletzung in der 57. Minute ausgetauscht werden. Laut Klub-Arzt Dr. Benno Zifko besteht der Verdacht auf Innenseitenband-Riss im linken Knie, die genaue Diagnose soll nach einer Magnet-Resonanz-Untersuchung am Montag Vormittag in Wien feststehen.

Sollte es sich nur um einen Einriss handeln, könnte Hofmann möglicherweise nach vier bis sechs Wochen wieder spielen. Im schlimmsten Fall droht dem Mittelfeldspieler eine Pause von bis zu einem halben Jahr.

(apa/red)