Hoffnung kehrt zurück: Ein Drittel rechnet mit einem Wirtschaftsaufschwung 2010

Studie: Männer deutlich zuversichtlicher als Frauen Zahl der "Schwarzseher" im Sommer klar gesunken

Hoffnung kehrt zurück: Ein Drittel rechnet mit einem Wirtschaftsaufschwung 2010 © Bild: APA/DPA/Von Erichsen

Die Zuversicht bei den Österreichern steigt wieder. Jeder dritte Österreicher glaubt an einen Wirtschaftsausschwung im kommenden Jahr, wie aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervorgeht. 36 Prozent der Befragten sind demnach der Meinung, dass es 2010 mit der Wirtschaft aufwärtsgehen wird, im Juni waren es nur 10 Prozent.

Vor allem in den höheren Bildungsschichten zeigt man sich optimistisch: Jeder zweite Akademiker ist überzeugt, dass die Konjunktur an Tempo zulegen wird. Männer zeigen sich deutlich zuversichtlicher als Frauen: Während 42 Prozent der männlichen Befragten mit einer Erholung rechnen, sind es nur 31 Prozent der weiblichen.

Zu den "Schwarz-Sehern" gehören 13 Prozent der Österreicher, im Sommer waren es noch 38 Prozent. Es sind vor allem Selbstständige, Freiberufler und Landwirte, die von einem Abwärtstrend ausgehen (21 Prozent). Angestellte und Beamten legen dagegen die meiste Zuversicht an den Tag, nur 16 Prozent von ihnen befürchten eine Trendwende nach unten.

45 Prozent der Bevölkerung gehen davon aus, dass die Situation gleichbleiben wird. Vor allem über 50-Jährige sind dieser Meinung (52 Prozent), hingegen nur 31 Prozent der 15- bis 29-Jährigen.

38 Prozent machen sich Sorgen
Sorgen wegen der Wirtschaftskrise machen sich 38 Prozent. Im Sommer waren es noch 45 Prozent. Vor allem Frauen äußerten sich in diese Richtung (42 Prozent), hingegen nur 36 Prozent der Männer. Während sich über 50-Jährige mit 38 Prozent die größten Sorgen machen, sind es 44 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und nur 27 Prozent der 15 bis 29-Jährigen. Akademiker sorgen sich am wenigsten (30 Prozent), während sich jene, die lediglich einen Volks- oder Hauptschulabschluss haben, die meisten Gedanken machen (47 Prozent).

43 Prozent der Österreicher machen sich "ganz und gar keine" Sorgen um ihren Arbeitsplatz, 34 Prozent "eher weniger". Nur 14 Prozent haben Angst, dass ihr Job bedroht sein könnte. Dass es Unsicherheit oder sogar konkrete Ankündigungen für Einsparungen am Arbeitsplatz gibt, verneinten 55 Prozent. Bei 28 Prozent hingegen ist das bereits der Fall.

Das Sparverhalten hat sich im Vergleich zu April marginal verändert. Nach wie vor wird sorgsam mit dem Geld umgegangen, vor allem beim Ausgehen und bei Restaurant- und Kaffeehausbesuchen. Gespart wird auch bei teuren Lebensmitteln, beim Winterurlaub sowie beim Autokauf und beim Tanken.

(apa/red)