Hoffenheims Märchen geht weiter: Der
Aufsteiger siegt auch in der zweiten Runde

Özcan hielt sein Tor sauber. Prödl mit Bremen remis Bayern erkämpfen in Dortmund zu zehnt ein 1:1

Hoffenheims Märchen geht weiter: Der
Aufsteiger siegt auch in der zweiten Runde © Bild: Reuters

Aufsteiger 1899 Hoffenheim mit dem Vorarlberger Torhüter Ramazan Özcan hat einen Traumstart in die deutsche Bundesliga-Saison hingelegt. Mit sechs Punkten und 4:0 Toren nach zwei Spielen kann der Provinzclub eine makellose Bilanz vorweisen und hat die Tabellenführung übernommen. Verteidiger Andreas Ibertsberger kam wegen einer Muskelverhärtung nicht zum Einsatz.

Hoffenheims Erfolgstrainer Ralf Rangnick trat nach dem 1:0-Erfolg über Mönchengladbach dennoch auf die Euphoriebremse: "Ein Superstart mit einem schönen Tabellenbild, auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist. Aber wir sind nicht so naiv zu glauben, dass das jetzt so weiter geht. Erste Aussagen kann man erst nach zehn Spielen treffen."

Van Bommel schwächt Bayern
Im Schlagerspiel zwischen Dortmund und Bayern (1:1) verlor Neo-Kapitän Marc van Bommel erneut die Nerven, musste in der 23. Minute mit Gelb-Rot vom Platz und hatte somit seinen Anteil am mit zwei Remis verpatzten Saisonstart der Münchener. "Van Bommel ist ein unbeherrschter Charakter, der sich nicht im Griff hat und damit sich und der Mannschaft keinen Gefallen tut", wetterte Bayern-Ikone Franz Beckenbauer. Tatsächlich hat der niederländische Heißsporn in den jüngsten zehn Bundesliga-Spielen (saisonübergreifend) dreimal die "Ampelkarte" gesehen.

Positive Kritiken erhielt dagegen trotz ausgebliebenem Torerfolg Werder Bremens Heimkehrer Claudio Pizarro. Der für ein Jahr von Chelsea ausgeliehene Peruaner verdrängte mit seinem gelungen Debüt auch ein wenig den Ärger über die unnötig vergebenen Punkte beim 1:1 (0:0) gegen den FC Schalke 04.

"Alle haben gesehen, was für ein großartiger Fußballer er ist", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf über den 29-jährigen Stürmer. "Wir glauben, dass er uns entscheidend weiterhelfen kann", befand Geschäftsführer Klaus Allofs. Auch Sebastian Prödl lieferte bei seinem ersten Bundesliga-Auftritt im Weser-Stadion eine solide Leistung ab und nahm Schalke-Topstürmer Kevin Kuranyi praktisch komplett aus dem Spiel.

(apa/red)