Hölzl hatte niemand auf der Rechnung:
Neue RTL-Weltmeisterin überraschte alle

Aber für ÖSV-Damen geht die Welt nicht unter Kathrin Zettel tröstet sich mit ihrem Kombi-Gold

Hölzl hatte niemand auf der Rechnung:
Neue RTL-Weltmeisterin überraschte alle © Bild: APA/EPA/Hildenbrand

Überraschungssiegerinnen wird es auf diesem Berg nicht geben, da sind sich die Läuferinnen vor dem Rennen einig gewesen. Und doch gewann mit der Deutschen Kathrin Hölzl eine, die zuvor noch kein Weltcuprennen für sich entschieden hat und nur zweimal auf dem Stockerl war. Kathrin Zettel fiel nach Halbzeitführung im Riesentorlauf auf Platz sechs zurück, beste Österreicherin war Michaela Kirchgasser als Fünfte.

"Ich hatte sie nicht unbedingt auf der Rechnung, wie man sieht, soll das lange nichts heißen. Kathi ist schon oft stark unterwegs gewesen und da und dort ein bisserl aufgefallen, aber wirklich konstant war sie nie. Aber wenn es hier passt, dann darf man schon überglücklich sein und muss vor ihr den Hut ziehen", sagte die Niederösterreicherin Zettel, die als dreifache Saisonsiegerin im Weltcup als Topfavoritin gehandelt worden war.

"That's life. Ich habe es schon abgehakelt. Die Welt geht deswegen für mich lange nicht unter. Ich habe eine Medaille und die ist Gold. Die nimmt mir keiner mehr weg", meinte die Kombinations-Weltmeisterin.

Aber natürlich habe sie sich im Riesentorlauf die meisten Hoffnungen gemacht. So auch ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl, der meinte: "Im ersten Lauf hat das Feld sehr verhalten agiert, im zweiten haben unsere attackiert, aber leider zu viele Fehler gemacht. Die Kirchi hätte es drauf gehabt, die Kathi bei den Lichtbedingungen nicht mehr. Sie war klar benachteiligt. Das müssen wir wegstecken, wir brauchen für den Slalom einen klaren Kopf."

Kirchgasser "giftet" sich
Kirchgasser, die 0,19 Sekunden an einer Medaille vorbeischrammte, wusste selbst, dass der Fehler bei ihr gelegen war. "Es ist wirklich noch nicht so gut gelaufen für mich, in der Kombi bin ich ausgeschieden, im Riesentorlauf habe ich den ersten Lauf verschlafen. Im zweiten habe ich attackiert und viele Fehler gemacht. Natürlich giftet es mich einerseits an, aber andererseits, dass ich damit noch immer unter den Fünf bin, stimmt mich sehr positiv."

Elisabeth Görgl war auf Platz 10 gelandet, Nicole Hosp bei ihrem Comeback auf 23 und Andrea Fischbacher nach einem rabenschwarzen Tag auf 24. "Wunder hat nach so einer Verletzung keiner erwartet", meinte Mandl zu Hosp. Die Bichlbacherin entschied sich am Freitag gegen einen Start im Slalom am Samstag.

(apa/red)