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So bitte nicht!

Tipps vom Profi: Welche Hoppalas und Fauxpas Sie sich wirklich sparen sollten

Streit bei der Hochzeit © Bild: Thinkstock

Es sollte der schönste Tag im Leben werden, man hatte sich zahlreiche Tipps für die perfekte Hochzeit geholt und dann das - eine Panne nach der anderen. Warum hat eigentlich niemand im Vorfeld die vielen Stolpersteine erwähnt, die eine Weddingparty so mit sich bringt? Hochzeitsprofi Thomas Sünder verschafft Abhilfe.

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Thomas Sünder hat auf über 350 Hochzeiten als DJ gearbeitet und ist dabei zum absoluten Profi in Sachen "Ja-Wort" geworden. Das perfekte Lied für den Eröffnungstanz? Die beliebtesten Mitternachtsnacks? Die Tipps für preiswerte Locations? Er kennt sie alle. Aber eben auch die Kehrseite der Medaille: Hochzeiten, auf denen die Gäste nicht aus dem Gähnen kommen oder sich ununterbrochen fremdschämen. Damit Ihre Hochzeit nicht so endet, hat News.at Sünders schlimmste Hoppalas für Sie.

1. Ein katastrophaler Empfang
Kein guter Start, wenn sich die Gäste über die schlechte Parkplatzsituation ärgern müssen, es keinen Ausweichplan bei Schlechtwetter gibt oder zu spät eingedeckt wird, weil in der Location bis kurz davor noch eine andere Veranstaltung stattfand.

2. Schlechte Sitzordnung
Oma und Opa sollte man besser nicht neben die laute Tanzfläche setzen und Singletische sind mittlerweile verpönt. Ebenfalls keine gute Idee: Etablierte Cliquen an einen gemeinsamen Tisch setzen, sodass sie dann den ganzen Abend nur unter sich bleiben.

3. Schreckliche Hochzeitsspiele
Finger weg! Besonders schlimme Stimmungskiller sind die Brautentführung, eine Tombola mit Spaßgeschenken für alle Gäste (z.B. ein Candlelight-Dinner für zwei - eine Kerze) und Übereinstimmungsspiele (mit spannenden Fragen wie "Wer von Euch kann besser einparken?").

4. Wo ist das Brautpaar?
Wenn Braut und Bräutigam die Location verlassen, um Paarfotos zu machen, dann sollten die Gäste darüber informiert werden. Oft weiß in dieser Situation nämlich niemand, wo die zwei wichtigsten Personen des Tages abgeblieben sind. Apropos Fotos: Ein Gruppenbild im Freien sollte rechtzeitig angekündigt werden. Schade, wenn zahlreiche Gäste auf den Aufnahmen fehlen, weil sie gerade am Klo oder eine rauchen waren.

5. Zu viel ist zu viel
Reden, Präsentationen, Spiele, musikalische Darbietungen - wenn die Beiträge zu viel werden, ist das ermüdend für das Publikum. Seien Sie sich bewusst, dass alles in Realität länger dauert als geplant, also besser nicht zu viel ins Programm reinpacken. Hier sind klare Ansagen vom Brautpaar wichtig, was erwünscht ist und was nicht!

6. Brautstrauß des Horrors
Ein Klassiker unter den Hochzeitshoppalas! Unmotivierte Frauen, die dem Strauß ausweichen; Gäste, die zur Teilnahme gezwungen werden; ein Wurf ohne Schwung, der vor der Gruppe am Boden landet; ein beidhändiger Wurf mit gestreckten Armen über den Kopf, der den Strauß an die Decke katapultiert - irgendetwas davon passiert immer.

7. Lieder, die grundsätzlich die Tanzfläche leer fegen
Alles von Lady Gaga, Castingshow-Gewinnern und Rammstein! Außerdem eine fatale Aufforderung an den DJ, die man dem Brautpaar ersparen sollte: "Spiel doch mal Elektro!"

8. Das betrunkene Brautpaar
Ja, man muss auf einer Hochzeit oft anstoßen. Trotzdem sollte das Brautpaar nicht über den Durst trinken. Wenn sich die Braut in den Blumentopf übergibt oder der Bräutigam im Sitzen einschläft, ist das der absolute Tiefpunkt einer jeden Feier.

Cover von "Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen"
© Blanvalet

Noch mehr Hoppalas und wie man es richtig macht, finden Sie in "Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen" von Thomas Sünder, erschienen bei Blanvalet, 9,30 €

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