Hochwasserkatastrophe von

Bangkok überflutet

Regierungschefin lässt die Schleusen öffnen - Vororte stehen bereits unter Wasser

  • Bild 1 von 53 © Bild: APA/EPA/NARONG SANGNAK

    Der Müll türmt sich meterhoch im überfluteten Bangkok.

  • Bild 2 von 53 © Bild: APA/ EPA/NARONG SANGNAK

    Die Bevölkerung veruscht selbst mit ihren selbstgebastelten Booten Müll einzusammeln.

Die Hochwasserkatastrophe in Thailand nimmt immer schlimmere Ausmaße an: Jetzt ist auch die Hauptstadt Bangkok überflutet worden - mit Absicht. Regierungschefin Yingluck Shinawatra ließ die ersten Schleusen öffnen, um die Wassermassen ins Meer abzuleiten. Und mit dem Wasser schwappt auch der Müll durch Bangkoks Straßen.

Shinawatra forderte die Menschen auf, ihre Sachen zu packen und sich in höher gelegene Gebiete zu retten.

Es bestehe kein Grund zur Panik, teilte die Stadtverwaltung mit. Der Wasserpegel in den 19 größeren Kanälen steige zwar, doch werde nur so viel Wasser eingelassen, wie verkraftet werden könne.

Trinkwassermangel
In der Stadt ging in mehreren Supermärkten das Trinkwasser aus. Autofahrer parkten die Seitenstreifen von Hochstraßen zu, um ihre Autos aus niedrig gelegenen Stadtteilen in Sicherheit zu bringen. Vor zahlreichen Geschäften lagen Sandsackwälle. Manche Firmen ließen sich in letzter Minute Schutzwälle vor die Eingänge mauern.

Seit Juli prasseln heftige Regenfälle auf Thailand nieder und lösen die stärksten Überschwemmungen seit Jahrzehnten aus. Über 340 Menschen sind in den Fluten bereits ums Leben gekommen. Ein Drittel des Landes steht unter Wasser, besonders schlimm ist die Situation im Norden Thailands.