Hochwasserkatastrophe von

Angst vor der Flut

Hochwasser steigt weiter. Thailändische Armee mit tausenden Soldaten im Einsatz.

  • Bild 1 von 53 © Bild: APA/EPA/NARONG SANGNAK

    Der Müll türmt sich meterhoch im überfluteten Bangkok.

  • Bild 2 von 53 © Bild: APA/ EPA/NARONG SANGNAK

    Die Bevölkerung veruscht selbst mit ihren selbstgebastelten Booten Müll einzusammeln.

In den Außenbezirken der thailändischen Hauptstadt steigt das Hochwasser weiter. Im Norden und Osten der Zwölf-Millionen-Metropole trat Wasser über die randvollen Kanäle und überschwemmte Straßen. Sandsackwälle wurden an mehreren Stellen eingerissen, berichteten Lokalzeitungen am Sonntag. Die Situation sei aber weiter unter Kontrolle, zitierten die Zeitungen den Gouverneur Sukhumbhand Paribatra.

Die Luftwaffe flog schwer kranke Patienten aus Krankenhäusern in den Distrikten Khan Nao und Sai Mai im Nordosten der Innenstadt in weiter entfernte Spitäler in den Provinzen aus, berichtete die Zeitung "Nation". Am Fluss Chao Phraya westlich von Bangkok stieg das Wasser teils über die Kanten der Flutbarrieren. Die Armee war mit tausenden Soldaten im Einsatz, um Sandsackwälle zu festigen. Ein Campus der Thammasat-Universität im Norden Bangkoks stand bis zu 30 Zentimeter tief unter Wasser. In dem Gebäude ist ein Notaufnahmelager mit 3.800 Menschen. Alle seien in Sicherheit, betonten die Behörden.

Das kommerzielle Zentrum Bangkoks mit unzähligen Firmensitzen und Hotels blieb weiter trocken. Die Stadtverwaltung tut alles, um die Wassermassen umzuleiten. In der Monsunsaison in Thailand ist 30 bis 45 Prozent mehr Regen gefallen als im Durchschnitt vergangener Jahre.

20 Milliarden Kubikmeter Wasser müssen aus den Überschwemmungsgebieten in Zentralthailand in den Golf von Thailand abfließen. Bangkok liegt genau dazwischen. Von der Innenstadt Bangkoks bis zur Mündung des Chao Phraya im Golf von Thailand sind es rund 35 Kilometer.