Hochwasser von

Italien überschwemmt

Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden - Auch Toskana betroffen

Heftige Regenfälle haben im Norden Italiens zu Hochwasser geführt. © Bild: APA/EPA/RICCARDO DALLE LUCHE

Schwere Unwetter belasten die Regionen Norditaliens. In der toskanischen Provinz Massa Carrara mussten am Sonntag hunderte Menschen aus Angst vor Erdrutschen ihre Wohnungen verlassen, nachdem es zu heftigen Niederschlägen gekommen war. Ein Paar wurde von Feuerwehrmannschaften gerettet, nachdem sein Auto von einem Bach mitgerissen wurde. Im Raum um die Hafenstadt Livorno wurden Wohnungen überschwemmt, Flüsse traten über die Ufer. In der Stadt Pisa kam es zu Überschwemmungen und zu Stromausfällen.

Im Raum der ligurischen Hafenstadt La Spezia mussten 100 Personen ihre Wohnungen verlassen, nachdem der Fluss Magra über die Ufer getreten war. Der Zivilschutz warnte vor weiteren Niederschlägen und riet die Bevölkerung, aufs Auto zu verzichten.

Venedig steht unter Wasser

In Venedig herrscht Hochwasser-Alarm. Ein Mittelmeer-Tief führte in der Lagunenstadt zu heftigen Niederschlägen, die das Hochwasser stark steigen ließen. Sonntagfrüh wurde in der Lagunenstadt ein Pegelstand von 150 Zentimeter über dem normalen Meeresspiegel gemessen. Ein solch außergewöhnliches "Acqua alta" bedeutet, dass für 70 Prozent des historischen Zentrums zumindest Gummistiefel benötigt werden.

Im Dezember 2008 erreichte das Hochwasser eine Höhe von 1,56 Meter. Als höchste Marke aller Zeiten führen die Bücher der Lagunenstadt die 1,94 Meter vom 4. November 1966. Der Spitzenwert dieses Jahres reiht sich an der elften Stelle in der venezianischen Hochwasser-Statistik ein, hielten die Chronisten fest.

Kommentare