Hochwasser von

Geld für Freiwillige?

Regierung will in einem Gipfel die finanzielle Abgeltung für ehrenamtliche Helfer regeln

Freiwillige Feuerwehr im Hochwassereinsatz © Bild: APA/NÖLFK/Resperger

Die Regierung will nun die finanzielle Abgeltung für freiwillige Helfer im Katastropheneinsatz auf breiter Basis diskutieren. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner kündigte einen "Gipfel" für kommenden Dienstag an. Dort will sie mit Einsatzorganisationen, Bundesländern und den zuständigen Ministerien über eine "Gesamtlösung für freiwillige Hilfskräfte" sprechen. Zuletzt war anlässlich der Hochwasserkatastrophe wiederholt der Ruf nach einer Entgeltfortzahlung für die Helfer laut geworden.

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Das Innenministerium verweist darauf, dass Freiwillige Feuerwehrleute derzeit die Möglichkeit haben, nachgewiesene Lohn-und Verdienstentgänge nachträglich geltend zu machen. Zuständig dafür sind letztendlich die Länder, weil das Feuerwehrwesen in neun Landesgesetzen geregelt ist. Mikl-Leitner will jedenfalls eine Lösung für Helfer, die in einem anderen als ihrem eigenen Bundesland ausrücken, sagte sie. Zudem will man gleiche Verhältnisse für alle Helfer - also etwa auch Ehrenamtliche bei Rettungsdiensten.

Nicht nur der Bundesfeuerwehrverband hatte zuletzt wieder seine Forderung nach einer regulären Entgeltfortzahlung für Freiwillige aus Tapet gebracht. Die Arbeitgeber würden nach diesem Modell weiter Lohn auszahlen, das Geld würden sie von der öffentlichen Hand ersetzt bekommen. Man werde am Dienstag alle Modelle, die auf dem Tisch liegen, erörtern, hieß es dazu vorerst aus dem Ministerium.

Zuerst die Flut und ihre Folgen

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ging indes am Rande einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Frage davon aus, dass man wohl ein solches System brauchen werde. Zuerst müssten aber einmal die Flut und ihre Folgen bewältigt werden, dann könne man sich mit dem Thema Entgeltfortzahlung im Katastrophenfall auseinandersetzen.

Die Sozialpartner müssten jedenfalls einbezogen werden, so Mitterlehner, dessen Ressort ebenso zum "Gipfel" am Dienstag geladen werden soll wie Finanzministerium, Bundeskanzleramt und Sozialressort. Der dortige Minister Rudolf Hundstorfer plädierte dafür, dass bei Entgeltfortzahlungen der Katastrophenfonds einspringen soll. Dies würde diesen mit drei bis fünf Mio. Euro belasten, sagte der Minister im Ö1-"Mittagsjournal".

Kommentare

mawi67 melden

Denen kann man gar nicht genug bezahlen, denn sie riskieren Leib und Leben für ihre Mitbürger in Not. Für allen möglichen Unsinn hat unsere Regierung Geld, für die, die es wirklich verdienen aber nicht!

christian95 melden

100% richtig!
Die Parteiförderung wurde massiv erhöht, der Katastrophenfond gekürzt. Mrd. Für Griechenland & Co ist genug Geld da....
Wahltag ist Zahltag!
(Wir sollten SPÖ+ÖVP wieder wählen, damit sie so weiter machen können)

Das wär schon an der Zeit, dass solche Menschen dafür bezahlt werden

ENDLICH!!!!!

Für jede Kleinigkeit gibt es Gesetze und Vorschriften. In Wien werden z.B. Schneearbeiter um €5,74 beschäftigt, NÖ zahlt € 1.700 für den Hochwassereinsatz...
Höchste Zeit, dass es rasch eine Regelung für ganz Österreich gibt! (Bevor die Bundesländer dafür wiederum 9 verschiedene "Verordnungen" erfinden).

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