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Hochbeet: So
wird es gemacht

Für alle perfekt, die sich ungern bücken und viel ernten wollen

Hochbeet © Bild: imago/Westend61

Der größte Vorteil eines Hochbeets liegt auf der Hand: Man erspart sich das tiefe Bücken bei der Gartenarbeit. Außerdem soll es eine überdurchschnittlich gute Ernte bringen.

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Maximale Ernte auf kleiner Fläche also - auch für kleine Gärten, auf Balkonen oder Terrassen ist ein Hochbeet top. Hier finden Sie Tipps zum Anlegen, Befüllen und Bepflanzen des rückenfreundlichen Turbobeetes.

7 Gründe für ein Hochbeet

  • Ein Hochbeet ermöglicht eine rückenschonende und bequeme Körperhaltung
  • Durch die erhöhte Arbeitsfläche wird das Anpflanzen, Unkrautjäten und Ernten erleichtert
  • Durch den speziellen Schichtaufbau entstehen im Hochbeet wärmere Bodentemperaturen, die eine frühere Ernte ermöglichen
  • Ein Hochbeet kann ein attraktiver Blickfang sein
  • Es kann als Trennelement dienen, als Abgrenzung zur Terrasse oder zum Ausgleich von Geländeunterschieden verwendet werden
  • Durch die Wärmeprozesse ist ein früherer Anbau im Frühling möglich.
  • Hochbeete lassen sich auch auf wenig fruchtbaren, dichten Böden errichten.
  • Durch einen Aufsatz oder Abdeckungen wie beim Frühbeet können Sie Ihre Pflanzen im Hochbeet leicht gegen Spätfröste schützen.
Hochbeet
© imago/Redeleit

Der perfekte Platz

"Überlegen Sie sich gut, welchen Platz Sie Ihrem Hochbeet geben wollen. Eine Lage nahe beim Haus sorgt zum Beispiel für kurze Wege und erleichtert das Ernten vor allem bei häufig gebrauchten Pflanzen wie Kräutern und Salat", rät Manfred Pendl, Gartenexperte von "die umweltberatung" Wien. Eine Nord-Süd-Ausrichtung garantiert wiederum die ideale Ausnützung des Sonnenlichts. Volle Sonne bis Halbschatten ermöglicht gutes Pflanzenwachstum. Eine Regentonne in der Nähe erleichtert die Bewässerung. Das Hochbeet sollte von allen Seiten gut zugänglich sein. Die ideale Breite beträgt 2 x die Armlänge, also 1,4-1,6 m, die angenehmste Arbeitshöhe ist Hüfthöhe.

Das Baumaterial

Die Einfassungen der Hochbeete können aus Holz, Ziegel, Natursteinen, Drahtschotterkörben oder Recyclingkunststoffen gemacht werden. Am häufigsten sind Hochbeete aus Holzbrettern oder Rundhölzern. Im Handel sind leere Hochbeete zum Befüllen, Bausätze oder Einzelteile erhältlich. Es gibt auch Anbieter, die Hochbeete vor Ort aufbauen und mit Erde befüllen. Fertige Hochbeete aus Lärchenholz sind im Handel ab ca. € 200,- erhältlich. Ihre Form ist vielgestaltig: rechteckig, quadratisch, rund oder mit geschwungenen Linien - alles ist möglich.

Tipp von umweltberatung.at: Verwenden Sie für den Bau Ihres Hochbeetes naturbelassene Hölzer ohne Imprägnierungen oder Lacke. Diese Substanzen können in die Erde und somit in das Gemüse gelangen. Aus diesem Grund ist auch von Hochbeeten aus Autoreifen oder Bahnschwellen unbedingt abzuraten.

Hochbeet
© imago/blickwinkel

Die ideale Größe

Die ideale Breite für ein Hochbeet beträgt 2x die Armlänge (rund 1,4 - 1,6 m). Sie sollten bequem mit einer Armlänge in die Mitte des Beetes reichen. Die Länge und Form kann beliebig gewählt werden. Die angenehmste Arbeitshöhe liegt auf Hüfthöhe, also je nach Körpergröße der Gärtnerin bzw. des Gärtners zwischen 0,7 und 1 Meter Höhe.

Die beste Bauzeit für ein Hochbeet ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr.

Selbstbau eines Hochbeetes aus Rundhölzern

Am billigsten sind Hochbeete aus jungen Stammhölzern. Verwenden Sie unimprägnierte Stämme. Beim Selbstbau heben Sie am gewünschten Ort eine ca. 25 cm tiefe Grube mit schrägen Wänden aus. Die Dimensionierung der Grube entspricht etwa der Länge und Breite des künftigen Hochbeets. Heben Sie Erde und Grasziegel auf, Sie benötigen das Material zum Befüllen des Hochbeetes. Legen Sie die Rundhölzer längs und quer als Seitenwände neben die Grube. Sie können sie auch so einschneiden, dass sie sich ineinander stapeln lassen. Um den Seitenwänden zusätzliche Stabilität zu geben, werden auf jeder Seite innen oder außen 2 Rundhölzer 40 cm tief in den Boden getrieben. Falls das Hochbeet länger als 1,7 m ist, sollten auf der Längsseite 3 Rundhölzer in den Boden getrieben werden. Die liegenden und stehenden Hölzer werden miteinander verbunden.

Wie Sie ein Hochbeet richtig befüllen
© Hochbeet.com

Weitere Tipps

  • Schutz vor Schädlingen: Ein engmaschiges Maschendrahtgitter am Boden und an den Wänden im Inneren schützt Ihre Pflanzen vor Wühlmäusen. Ein Schneckenzaun ist bei Holzhochbeeten an der Oberkante sehr leicht anzubringen.
  • Tricks gegen Trockenheit: Die unteren Schichten des Hochbeetes speichern Wasser nicht so gut und die Seitenwände werden von der Sonne beschienen. Deshalb trocknet das Hochbeet relativ leicht aus. Mulchen Sie die Oberfläche des Beetes mit Grasschnitt, Laub, Häckselgut, Stroh oder verrottbarer Abdeck- bzw. Mulchfolie. Dadurch wird die Verdunstung verringert. Damit die Seitenwände des Hochbeetes nicht zu stark erhitzt werden, können Sie am Rand des Beetes rankende Pflanzen wie Kapuzinerkresse, Gurken, Zucchini oder Kürbis setzen. Sie schützen mit ihren Blättern die Seitenwände vor allzu großer Sonneneinstrahlung.

Nützliche Tipps gibt es auch unter www.hochbeet.com

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