Hitze von

Hitze macht Bauern
schwer zu schaffen

Hitze - Hitze macht Bauern
schwer zu schaffen © Bild: iStockphoto.com

Die anhaltende Hitzewelle in Österreich macht den Bauern immer mehr zu schaffen. Jungbauern-Chef Stefan Kast spricht von einer dramatischen Lage. Bei Getreide fürchtet man in eine Abhängigkeit vom Ausland zu geraten.

Beim Blick auf die Grünlandflächen und Äcker würden auch Laien erkennen, dass die heimische Landwirtschaft heuer besonders unter Druck stehe: Wochen und sogar Monate ohne einen Millimeter Niederschlag, in anderen Regionen sintflutartige Regenfälle und heftige Gewitter; die extreme Witterung brachte nach Angaben der Agrarier bisher schon massive Ernteschäden.

Deutliche Einbußen bei Getreideernte

Von deutlichen Einbußen berichtete Kast, Obmann der Österreichischen Jungbauern, bei der diesjährigen Getreideernte. "Den sinkenden Selbstversorgungsgrad bei Getreide merklich unter die 100-Prozent-Marke und damit die zunehmende Abhängigkeit von Importen beobachten wir mit großer Sorge", schrieb Kast in einer Aussendung.

Auch das Grünfutter wird knapp

Im Grünlandbereich sei der zweite oder dritte Schnitt aufgrund der Trockenheit deutlich niedriger oder sogar zur Gänze ausgefallen. Bei tierhaltenden Betrieben sei die Situation deshalb besonders angespannt. Ohne Futter auf den Weideflächen und den Heimbetrieben sähen sich viele Bauern gezwungen, ihre Bestandszahlen zu reduzieren und Tiere zu verkaufen, berichtete Jungbauern-Generalsekretär Andreas Kugler.

Klimawandel stellt Bauern vor neue Herausforderungen

Diese extremen Witterungsbedingungen und ihre Folgen dürften wohl keine Ausnahme bleiben, fürchten die Bauern. Der Klimawandel wirke sich unmittelbar auf die Landwirtschaft aus. Das sei weltweit zu beobachten. Mit diesen Veränderungen müssten die Bauern umgehen lernen. Neue Sorten, die resistenter gegen Hitze und Trockenheit sind, oder die Verschiebung von Anbauzeitpunkten seien zwei von vielen Ansatzpunkten.

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