Hispanics nun auf der Seite von Obama?
Bill Richardson unterstützt US-Senator

Ist einziger hispanischer Gouverneur in den USA Könnte Chancen bei größter Minderheit erhöhen

Hispanics nun auf der Seite von Obama?
Bill Richardson unterstützt US-Senator © Bild: AP/Brandon

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat die Unterstützung des Gouverneurs von New Mexiko gewonnen. "Barack Obama wird einen großen und historischen Präsidenten abgeben", sagte Bill Richardson in der live auf CNN übertragenen Rede im Rahmen von Obamas Wahlkampfveranstaltung in Portland im US-Staat Oregon. Auf Spanisch sagte er, Obama sei "ein Mann, der uns versteht". Die Entscheidung des einzigen Gouverneurs der USA mit hispanischen Wurzeln könnte Obamas Chancen bei den Hispanics erhöhen.

Bei der größten Minderheit der USA hatte bisher Obamas innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton mehr Rückhalt. Richardson, der sich zunächst selbst um eine Präsidentschaftskandidatur bemüht hatte, war viele Jahre enger politischer Vertrauter und Energieminister unter Ex-Präsident Bill Clinton. Sowohl Obama als auch Clinton hatten ihn umworben. Von den Clintons verabschiedete er sich nun mit den Worten, es sei Zeit , dass eine "neue Generation" die politische Bühne betrete. Er hege aber weiterhin "große Sympathie und Bewunderung für Senatorin Clinton und Präsident Clinton".

"Ihre Kandidatur ist eine einzigartige Chance für unsere Nation und Sie sind ein Führer, wie man ihn nur einmal im Leben findet", war der Gouverneur und demokratische "Superdelegierte" voll des Lobes für den Senator aus Illinois. Obama sei "ein außergewöhnlicher Amerikaner". Er werde "jeden Amerikaner stolz machen, Amerikaner zu sein".

"Verteufelung der Immigranten"
Richardson bezog sich auch auf Gemeinsamkeiten der schwarzen und hispanischen Minderheiten der USA. "Als Hispanic berührten mich seine Worte besonders", sagte der bei Latinos besonders beliebte Gouverneur. Er selbst sei "besorgt wegen der Verteufelung von Immigranten" in den USA.

Obama hatte unlängst eine Rede über die Notwendigkeit gehalten, den Rassenhass zu überwinden. Dabei habe er, so Richardson, an die Amerikaner appelliert, "die Chance zur Fortsetzung der Arbeit vieler Patrioten aller Rassen wahrzunehmen, die gekämpft haben und gestorben sind, um uns zusammenzubringen".

Clinton-Stratege wiegelt ab
Clinton-Stratege Mark Penn sagte zu Journalisten sinngemäß, dass Richardson in dem weit fortgeschrittenen Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur nicht mehr viel ausrichten werde, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete.

Die nächste größere Abstimmung ist am 22. April in Pennsylvania. In einer Gallup-Umfrage liegt Clinton derzeit vor Obama in Führung, der allerdings bei den Delegiertenstimmen vor seiner Konkurrentin liegt. (apa/red)