Hirscher von

"Die Saison, um
Rennen zu gewinnen"

Hirscher Halbzeitführender im Kranjska-Gora-Riesentorlauf

 Hirscher - "Die Saison, um
Rennen zu gewinnen" © Bild: APA/ÖOC/ERICH SPIESS

Ski-Star Marcel Hirscher will am Wochenende bei den Technikrennen in Kranjska Gora die Taktik außen vor lassen. Und bis jetzt scheint das auch zu funktionieren: Hirscher führt nach dem ersten Durchgang des Weltcup-Riesentorlaufs in Kranjska Gora.

"Ob es schon das Wochenende ist mit den großen Entscheidungen, das wird sich herausstellen", sagte der Salzburger, der seinen siebenten Triumph im Gesamtweltcup in Folge fixieren kann. "Ich werde alles versuchen und daran setzen. Aber egal, wie das jetzt ausgeht, zehn Saisonsiege, Doppel-Olympiasieger, ich lasse mir die Saison nicht mehr als schlecht bezeichnen", stellte er klar. Und bis jetzt schaut es gut aus: Hirscher führt nach dem ersten Durchgang des Weltcup-Riesentorlaufs in Kranjska Gora.

»Es war eine stressige, erfolgreiche und ereignisreiche Zeit«

"Insofern es in dieser kurzen Zeit möglich" gewesen sei, habe er nach den Olympischen Spielen in Südkorea die Batterien wieder aufgeladen. "Es war eine stressige, erfolgreiche und ereignisreiche Zeit. Ich freue mich, dass es jetzt wieder weiter und im Weltcup um Punkte geht."

Drei Tage Training

Drei Tage hat er sich auf der Reiteralm vorbereitet, zwei Tage Slalom, einen Tag Riesentorlauf trainiert. Nach den aggressiven Schneeverhältnissen in Pyeongchang musste er sich erst wieder auf die heimischen Bedingungen einstellen. "Wieder mehr mit Druck fahren", lautete die Devise.

"Volles Risiko"

So wie er in die Saison gegangen ist, als nach seinem Knöchelbruch Weltcupkugeln kein Thema waren, so will er den Winter auch beenden. "Klar, ich denke auch über den Gesamtweltcup nach. Und dann komme ich immer wieder dort hin zurück, wo ich mir denke, nein, du hast die Saison heuer angefangen, um Rennen zu gewinnen, im Sinne von volles Risiko zu gehen. Und das möchte ich mir eigentlich beibehalten. Ich versuche, der Versuchung zu widerzustehen und trotzdem mein Ding durchzuziehen. Es ist lässig und super aufgegangen."

"Doppel-Olympiasieger" angekommen

Schön langsam sei bei ihm angekommen, dass er nun Doppel-Olympiasieger sei. "Es liest sich schon anders und es ergänzt sich recht gut in der Sammlung, die ich bis jetzt erreichen habe dürfen." In den ersten zwei Tagen nach der Rückkehr aus Asien habe er darüber nachgedacht, was in den vergangenen drei Wochen so passiert sei.

»Ich versuche, alles zusammenzuklauben, was ich irgendwie aus dem Internet rausbringe, um das Gedankenpuzzle komplett zu machen«

"Ich versuche, alles zusammenzuklauben, was ich irgendwie aus dem Internet rausbringe, um das Gedankenpuzzle komplett zu machen. Weil man kriegt schlussendlich doch relativ wenig vom Drumherum mit. Das ist schon schön, wenn man die Berichterstattung, die Kommentare sieht. Das macht das Ganze viel voller." Es sei klass, wenn man daheim sei und von den Leuten erzählt bekomme, wie sie es erlebt haben.

Geburtstag "Tag wie jeder andere"

Der Geburtstag sei für ihn ein Tag wie jeder andere. "Das Handy geht halt über, das ist nett, das freut mich. Aber ich habe die letzten zwanzig Jahre wahrscheinlich nicht Geburtstag gefeiert, weil irgendwo ein Rennen war."

Stellung nahm Hirscher auch zu Gerüchten, wonach er ein gemeinsames Foto mit Sportminister Heinz-Christian Strache verweigert haben soll. "Ich war recht verwundert, als ich davon gehört habe. Das ist völliger Schwachsinn. Warum soll ich mit dem momentanen Sportminister kein Foto machen", sagte Hirscher.

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