Hinter der Krise kommt die Sintflut: IWF fordert daher Strategien für Zeit danach

Marktreinigung von "giftigen Wertpapieren" notwendig Staatliche Hilfsprogramme: Exit-Lösungen wichtig

Hinter der Krise kommt die Sintflut: IWF fordert daher Strategien für Zeit danach © Bild: APA/EPA/Di Nolfi

Der Internationale Währungsfonds IWF hat angesichts aufkeimender Hoffnung auf ein Ende der globalen Rezession Strategien für die Zeit nach der Krise eingefordert. "Die Länder müssen glaubhafte Ausstiegsszenarien aus den umfangreichen staatlichen Hilfsprogrammen entwickeln, sobald die Krise abklingt", heißt es in der Erklärung des IWF-Lenkungsausschusses.

IWF-Chef Strauss-Kahn sagte nach der Sitzung des Gremiums am Samstag in Washington, es müsse klar sein, was in drei oder vier Jahren geschehe. Hintergrund der Forderung ist unter anderem die Furcht vor ausufernder Inflation durch die gigantischen Konjunkturprogramme, wenn sich die Krise legt.

Strauss-Kahn bekräftigte die Prognose des Weltwährungsfonds, nach der die Weltwirtschaft in der ersten Hälfte des nächsten Jahres wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren könnte.

Strauss-Kahn hob zudem die Notwendigkeit hervor, das Finanzsytem von schlechten Wertpapieren zu "reinigen". Eine vollständige Erholung der Weltwirtschaft hänge entscheidend davon ab, die Banken wieder zur Kreditvergabe zu bewegen.

(apa/red)