Hinrichtung der Bali-Bomber im November: Verurteilte reichten kein Gnadengesuch ein

Wollen als Märtyrer sterben - Enthauptung beantragt Verübten 2002 Bombenanschläge auf Nachtclubs

Hinrichtung der Bali-Bomber im November: Verurteilte reichten kein Gnadengesuch ein © Bild: APA/Müllner

Die zum Tode verurteilten Verantwortlichen für die Bombenanschläge 2002 auf der indonesischen Insel Bali sollen Anfang November hingerichtet werden. Dies teilte die General-Staatsanwaltschaft mit. Bei den Bombenanschlägen auf Nachtclubs auf der Urlaubsinsel waren 202 Menschen getötet worden, darunter 88 Australier.

Die drei verurteilten Mitglieder der Extremistenorganisation Jemaah Islamiah haben kein Gnadengesuch beim Präsidenten gegen ihre Exekution eingereicht. Sie wollten als Märtyrer sterben, erklärten sie. Allerdings beantragten sie, enthauptet statt erschossen zu werden. Das indonesische Verfassungsgericht wies jedoch einen Einspruch gegen die Vollstreckung der Todesstrafe durch eine Erschießungskommando zurück.

Derzeit sitzen Amrozi Nurhasyim, Ali Gufron und Imam Samudra im Hochsicherheitsgefängnis Nusakambangan ein, wo nach offiziellen Angaben auch ihre Hinrichtung stattfinden wird. Die Jemaah Islamiyah (Islamische Organisation) hat Verbindungen zum islamistischen Terrornetzwerk Al Kaida.

(apa/red)