Mieterschutz von

Hilfe bei teuren Wohnungen

Überprüfung der Miethöhe deckt in vielen Fällen zu hohe Preise auf.

Mieterschutz - Hilfe bei teuren Wohnungen

Die Preise für Treibstoff und Lebensmittel belasten die Geldbörsen der Österreicher immer mehr. Selbst in Zeiten, in denen man allerorts Gefahr läuft, von der Teuerungswellle überrollt zu werden, gibt es jedoch Möglichkeiten, um Geld zu sparen. Zum Beispiel bei der Miete die bei den meisten einen Großteil der monatlichen Fixkosten ausmacht. Ob dieser Teil zu groß oder doch angemessen, lässt sich mit dem Mietenrechner ganz einfach überprüfen.

Das IFES führte im Auftrag der AK eine Umfrage unter 192 Wiener Mietern von Altbauwohnungen durch. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Einkommen der Mieter durch Kosten ihrer Wohnung überdurchschnittlich hoch belastet werden. Im Schnitt fließen immerhin 43 Prozent des Nettoeinkommens in die Miete. Bei 30 Prozent der Befragten lag der Anteil sogar noch höher. Die durchschnittliche Miete für die Altbauwohnung lag bei 682 Euro, wobei Wohnungen, die von Maklern vermittelt worden waren, deutlich teurer waren.

In vielen Fällen stellt sich daher die Frage, ob die Miete tatsächlich angemessen ist. Eine erste Antwort auf diese Frage kann der Mietenrechner geben. Dieser ging im Oktober 2008 online und wurde seitdem 75.300 Mal für rund 41.200 Adressen abgefragt. Mit dem Rechner des Wohnservice Wien lässt sich online in wenigen Schritten überprüfen, ob man zu viel für seine Altbauwohnung bezahlt. Der Rechner orientiert sich am Richtwertsystem für mehrgeschossige Häuser, die vor 1945 erbaut wurden. Dieses legt fest, wie viel der Vermieter pro Quadratmeter verlangen darf. Bei der Ermittlung dieses Richtwertes werden verschiedene Faktoren, wie etwa Lage und Ausstattung der Wohnung, berücksichtigt, die den Mietpreis erhöhen oder senken können.

Wenige Schritte zum Richtwert
Wer wissen möchte, ob die Miete für die Altbauwohnung angemessen ist, der trägt zunächst die Adresse und die Größe der Wohnung in den Mietenrechner ein. Zusätzliche Angaben zur Kategoriebestimmung der Wohnung machen das Ergebnis noch treffsicherer. Dazu gehören etwa, ob sich die Wohnung in Ruhelage befindet oder Bad und WC in einem Raum sind.

Bei dem Mietpreis, der schließlich vom Mietrechner berechnet wird, handelt es sich um einen Netto-Betrag ohne Betriebskosten und Mehrwertsteuer. Sollte man feststellen, dass die Miete zu hoch ist, so kann man sich an die Schlichtungsstelle der MA 50 wenden. Diese nimmt dann kostenlos eine neuerliche Überprüfung der Miete vor. Die Überprüfung der Miete im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens kann bis zu sechs Monate dauern und mit der Senkung der Miete enden. Allein im vergangenen Jahr gingen 1.700 Fälle bei der Schlichtungsstelle ein, von denen zwischen 70 und 80 Prozent der Fälle im Sinne der Mieter entschieden wurden.

Umfassende Beratung durch das Mietservice
Das Wohnservice Wien unterstützt Mieter bei Wohnproblemen im Rahmen der Mieterhilfe. 2010 wurden mehr als 22.000 Wiener telefonisch, persönlich oder auf schriftlichem Wege von der Mieterhilfe beraten. Seit Anfang 2010 steht zudem mit dem InfoCenter in der Bartensteingasse eine zentrale Anlaufstelle für sämtliche Wohnfragen und -anliegen zur Verfügung. Die Beratung wird in verschiedenen Sprachen angeboten

Weiterführender Link:
Mietenrechner