Hilfe aus Österreich für Bangladesch nach Sidr: Katastrophenhilfechef ist unterwegs

UN stellt mehrere Millionen Dollar zur Verfügung BILDER: Zyklon zog Spur der Zerstörung durchs Land

Hilfe aus Österreich für Bangladesch nach Sidr: Katastrophenhilfechef ist unterwegs

Der Tiroler Thomas Preindl, Katastrophenhilfechef der Caritas Österreich, bricht in das Katastrophengebiet von Bangladesch auf, um das lokale Caritas-Team zu unterstützen. "Weil salzhaltiges Meerwasser die Brunnen in weiten Teilen des Küstengebiets verseucht hat, brauchen die Menschen in Bangladesch jetzt am allerdringendsten sauberes Trinkwasser", sagte Preindl.

Die Hilfe für die Opfer des Wirbelsturmes "Sidr" ist inzwischen voll angelaufen: Neben sauberem Trinkwasser verteilen die Helfer der Caritas Bangladesch Reis und Linsen an Hunderte von Familien. "Insgesamt will die Caritas 19.000 Familien im Katastrophengebiet mit Wasser und Essen versorgen", so Preindl. Wegen der Dramatik der Situation in Bangladesch hat die Caritas Österreich die Soforthilfemittel von 20.000 auf 50.000 Euro erhöht.

Kampf gegen Hochwasser
Derzeit kämpfen die Helferer in Bangladesch vor allem gegen das nach wie vor bestehende Hochwasser. Preindl: "Die Menschen haben alles verloren. Viele Dörfer stehen nach wie vor unter Wasser und können von uns noch gar nicht erreicht werden."

Auch Unicef hat Hilfsmaßnahmen gestartet. Das Kinderhilfswerk der UNO kümmert sich vor allem um die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser und Medikamenten.

UN stellt mehrere Millionen $ zur Verfügung
Die Vereinten Nationen haben Bangladesch mehrere Millionen Dollar aus dem UN-Nothilfefonds zur Verfügung gestellt. Die genaue Höhe der Zahlungen hänge von den Erfordernissen des Landes ab, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Er sagte den Opfern und der Regierung die Solidarität der Vereinten Nationen zu.

Der Zyklon hat nach Befürchtungen der Hilfsorganisation Roter Halbmond bis zu 10.000 Menschen das Leben gekostet. Die Opferzahl werde vermutlich dramatisch steigen, wenn die Helfer die entlegenen Inseln in dem Katastrophengebiet erreichen, erklärte die Organisation. Offiziell lag die Zahl bei mindestens 2.300 Toten. Es war der schwerste Wirbelsturm in dem Land seit mehr als zehn Jahren.

(apa/red)