Hickersberger zieht positive Test-Bilanz:
ÖFB-Team im Spiel gegen Kuba "zufrieden"

Chancen auf EM-Einsatz noch für alle Spieler offen Zwei letzte Testpartien sollen Euphorie "ankurbeln"

Hickersberger zieht positive Test-Bilanz:
ÖFB-Team im Spiel gegen Kuba "zufrieden" © Bild: APA/Schlager

Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger hat nach dem 4:1-Sieg im Test über dreimal 35 Minuten in Lindabrunn gegen die kubanische Nationalmannschaft eine positive Bilanz gezogen. "Ich bin mit dem Spiel zufrieden. Zwar nicht mit allen Punkten, weil es Phasen gegeben hat, wo die Zuspiele nicht so funktioniert haben. Aber alle Spieler waren sehr engagiert bei der Sache, Schiedsrichter Stuchlik musste sogar einigen von uns Gelb zeigen."

Im zweiten Drittel, das mit 2:0 endete, sei die ÖFB-Mannschaft "effektiver" als im ersten Abschnitt gewesen, im Abschluss-Drittel hätte der Kombinationsfluss am besten funktioniert. "Aber im Endeffekt ging es darum, zu sehen, wie die Spieler gegen einen Gegner, der respektabel gespielt hat, in Form sind", sagte der Coach, der Stranzl je ein Drittel in der Innenverteidigung und im zentralen defensiven Mittelfeld aufstellte. "In seiner gewohnten Position in der Abwehr hat er sich wohler gefühlt", konstatierte "Hicke".

Noch weitere Aufschlüsse hat Hickersberger aus dem Kuba-Match, bei dem die angeschlagenen Markus Weissenberger, der das leichte Lauftraining wegen seines Muskelfaserrisses abbrechen musste, sowie Christoph Leitgeb (Bluterguss im Oberschenkel) und Andreas Ibertsberger (leichte Viruserkrankung) fehlten, gewonnen. "Ich habe danach entschieden, dass ein Spieler fix bei der EM dabei ist, weil er wirklich gut drauf ist", erklärte der 60-Jährige, ohne einen Namen zu nennen. Im Gegensatz dazu habe keiner einen derart schlechten Auftritt hingelegt, dass er seine EM-Hoffnungen ad acta legen müsse.

Hickersberger nimmt alle 31 Kicker des Großaufgebots mit nach Graz. Am Dienstag steigt das Testspiel gegen Nigeria, einen Tag später wird das endgültige Aufgebot nominiert. "Es wird sicher Entscheidungen geben, die eng sind und bei denen es Diskussionen im Trainerstab geben wird", kündigte der Niederösterreicher an. Laut Hickersberger ist ein EM-Stamm von "16, 17 Spielern" fix. "Und jetzt geht es darum, zu sehen, wer gut dazu passt."

Hicke hofft auf Steigerung der EM-Euphorie
Die letzte Chance für die Wackelkandidaten, sich für die EM aufzudrängen, bietet sich im Testspiel in Graz gegen Nigeria. Hickersberger erhofft sich von dieser Partie aber auch eine Initialzündung, was die Stimmung im gesamten Land betrifft. "Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft gegen Nigeria und dann auch gegen Malta einen guten Fußball spielt, und dass diese Partien auch die Chance sind, die Euphorie noch einmal richtig anzukurbeln. Wir haben die Verpflichtung, in diesen Spielen mit einem Einsatz und Willen wie bei der EM aufzutreten", erklärte der Teamchef.

"Gewisse Tendenzen" zum Nigeria-Match
Zur Aufstellung gegen die Afrikaner wollte der Nationaltrainer noch keine Angaben machen, fest steht nur, dass Jürgen Macho zwischen den Pfosten stehen wird. "Nach dem Nigeria-Match sehen wir dann weiter", sagte Hickersberger zur Goalie-Frage, in der er schon "gewisse Tendenzen" hat.

Informationen über den Gegner besorgt sich Hickersberger von Berti Vogts, der im Februar als nigerianischer Teamchef den Hut genommen hatte und mittlerweile Nationaltrainer von Aserbaidschan ist. "Ich habe mit ihm telefoniert und werde noch einmal mit ihm reden, wenn der Nigeria-Kader feststeht", verriet Hickersberger. (apa/red)

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