"Hicke" nimmt Legionäre in die Pflicht:
"Fremdarbeiter" nehmen Schlüsselrolle ein

Trainer setzt gegen Malta auf Kicker mit Spielpraxis Kopfzerbrechen wegen Situation von Andi Ivanschitz

"Hicke" nimmt Legionäre in die Pflicht:
"Fremdarbeiter" nehmen Schlüsselrolle ein

Im Hinblick auf den ungünstigen Termin des ersten Fußball-Länderspiels des Jahres hat ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger seine Legionäre in die Pflicht genommen. Während die heimische Bundesliga erst Ende Februar in die Frühjahrssaison startet, stehen einige der "Fremdarbeiter" derzeit mitten im Meisterschaftsbetrieb - diese Kicker sollen am Mittwoch (18:00 Uhr/LIVE auf networld.at) in Ta'Qali einen Sieg gegen Malta sicherstellen.

"In erster Linie liegt die Hauptverantwortung für ein gutes Resultat bei den Legionären, die Spielpraxis haben", betonte Hickersberger. Dazu zählen derzeit die beiden Goalies Jürgen Macho (Kaiserslautern) und Alexander Manninger (Siena) sowie Thomas Prager (Heerenveen), Roland Linz (Boavista Porto), Andreas Ivanschitz (Panathinaikos) und Andreas Ibertsberger (Freiburg).

Auch das Vorbereitungsprogramm von Sanel Kuljic, der mit Sion am kommenden Wochenende sein erstes Meisterschaftsspiel im neuen Jahr absolviert, ist praktisch abgeschlossen. Die Klubs von Markus Weissenberger (Eintracht Frankfurt) und György Garics (Napoli) stehen zwar ebenfalls bereits im Liga-Einsatz, diese beiden Teamspieler sind derzeit aber kein Thema für die Stammformation.

Sorge um Kapitän Ivanschitz
Etwas Kopfzerbrechen bereitet dem Teamchef die Situation seines Kapitäns. Zwar erzielte Andreas Ivanschitz für Panathinaikos am Mittwoch im Cup ein Tor und bot laut "Conditioning Coach" Roger Spry eine seiner besten Saisonleistungen, am Samstag in der Meisterschaft saß der Burgenländer aber wieder nur auf der Bank. "Das ist die Entscheidung des Trainers. Dennoch glaube ich, dass Ivanschitz in Form ist und gegen Malta eine Führungsrolle übernehmen wird", sagte Hickersberger.

ÖFB-Team unter Druck: Alle erwarten Sieg gegen Malta
Das wird auch nötig sein, denn auf die ÖFB-Auswahl wartet laut "Hicke" eine schwere Aufgabe. "Ein Spiel gegen einen Gegner, gegen den man gewinnen muss, ist immer schwierig. Ein Sieg wäre im Hinblick auf die nächsten Partien gegen Ghana und Frankreich wichtig, sonst entsteht automatisch eine Unruhe. Aber diese Situation haben wir schon im Herbst gehabt, damit können wir umgehen."

(apa/red)