"Hicke" präsentiert Kader gegen Ungarn:
5 Änderungen im Vergleich zu Kroatien-Spiel

Unterstützung für Ivanschitz: "Wird Kapitän bleiben"

Andreas Ivanschitz, derzeit Edelreservist von Vizemeister Red Bull Salzburg, bleibt auch ohne Spielpraxis ein Teil des österreichischen Fußball-Nationalteams. Der Burgenländer wurde am Donnerstag von Teamchef Josef Hickersberger in den 19-Mann-Kader für das freundschaftliche Länderspiel am 16. August der Grazer UPC-Arena gegen Ungarn (20.30 Uhr) einberufen. "Von mir erhält er jede mögliche moralische Unterstützung. Er wird spielen und auch Kapitän sein", sagte Hickersberger.

Wie lange er dem Mittelfeldspieler noch die Stange halten werde, ließ Hickersberger, der die Magyaren als "besser als wir alle denken" oder "sie sind auch nicht dort, wo wir gerne wären" einstuft, offen. "Es ist schwierig, zeitliche Rahmenbedingungen zu nennen. Wie lange Ivanschitz braucht, um in Salzburg wieder zu spielen, das vermag niemand zu sagen", fügte der Teamchef hinzu. Dass Ivanschitz am Mittwoch im Heimspiel gegen CF Valencia vom Trainer nicht eingewechselt worden war, dafür zeigte der Krankl-Nachfolger jedoch durchaus Verständnis.

"Giovanni Trapattoni hat in erster Linie das Ziel verfolgt, zu Null zuspielen. Das 1:0 ist eine gute und auch realistische Chance, die Champions League zu erreichen." Während Ivanschitz, der von sieben Pflichtspielen der "Bullen" in dieser Saison - teilweise auch von einer Wadenblessur bedingt - erst ein einziges von Beginn an (4:1 gegen GAK) bestritt, willkommene Abwechslung im Team findet, sucht man einige andere Spieler aus dem jüngsten Aufgebot gegen Kroatien (1:4) vergeblich.

Wallner wieder mit dabei
Vom damals 22-köpfigen Kader fehlen Mandl (vereinslos), Ibertsberger, Sariyer, Janko, Salmutter, Lexa (alle verletzt bzw. rekonvaleszent), Fuchs (U21-Team), und Neo-Legionär Linz. Dafür sind gegenüber dem Mai die Namen Macho, Schranz, Katzer, Pogatetz und Wallner unter den 19 Nominierten zu finden. Das Fehlen von Linz bezeichnete Hickersberger als Kompromiss. Der Ex-Austrianer weilt mit seinem neuen Verein Boavista Porto in England und bestreitet dort drei Testspiele.

"Um sich einen Stammplatz in seinem Klub zu erkämpfen, ist es das Beste, er machte die Reise nach England mit", begründete der Teamchef nach Telefonaten mit dem Steirer. Fuchs fehlt, weil er vom "Hicke"-Kollegen Manfred Zsak für die U21-EM-Qualifikation am Mittwoch in Ritzing und dann am 5. September in Italien gebraucht wird. Hickersberger hat nach einem Gespräch mit Zsak auch auf die Teamkandidaten Kienast, Kavlak, Hoffer und Hölzl etc., die im U21-Team besonders wichtige Rollen spielen, verzichtet.

Dafür sind die Legionäre Pogatetz (FC Middlesbrough) und Macho (1. FC Kaiserslautern), die zuletzt gegen Kroatien (1:4) bzw. gegen Kanada (0:2) und Kroatien wegen Verletzungen gefehlt hatten, wieder im Aufgebot. Der Kaiserslauterer hatte zuletzt am 12. Oktober 2005 in der WM-Quali daheim gegen Nordirland (2:0) im Team gespielt. Damals war auch Wallner das bisher letzte Mal im Teameinsatz, er hat sich seine Comeback dank guter Leistungen in den Austria-Reihen erarbeitet. Noch länger liegt das jüngste Teamspiel des Rapidlers Katzer (3. März 2005 Österreich - Wales 1:0/WM-Quali) zurück.

Ivanschitz und Scharner Fixstarter
Neben Ivanschitz als Fixstarter für Mittwoch hat sich Hickersberger praktisch schon jetzt auf einen zweiten Mann in seiner Startelf festgelegt. Scharner wird aber nicht so wie gegen Kroatien in der Verteidigung, sondern wie jetzt auch in seinem Verein Wigan Athletic eingesetzt. "Die gesamte Abwehr hat gegen die Kroaten im Defensiv-Verhalten keine genügende Leistung geboten. Scharner wird im Mittelfeld spielen, dort kann er seine Dynamik am besten zur Geltung bringen", meinte der Teamchef.
(apa)