"Hexenjagd" in Kenia: Wütendes Dorf verbrannte elf Greise auf Scheiterhaufen

Polizeibeamte verhafteten bisher 120 Verdächtige Zehn Opfer waren zwischen 70 und 90 Jahre alt

"Hexenjagd" in Kenia: Wütendes Dorf verbrannte elf Greise auf Scheiterhaufen © Bild: EPA/Seeger

Ein ganzes Dorf beteiligte sich in Kenia an einer regelrechten "Hexenjagd". Elf Menschen wurden wegen Zauberei und dunkler Magie vom wütenden Mob durch die Straßen gejagt und anschließend bei lebendigem Leib auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Im Fall der Verbrennung von elf Menschen wegen angeblicher Hexerei in Kenia hat die Polizei 120 Verdächtige verhaftet. Es werde weitere Festnahmen geben, bis alle Verdächtigen inhaftiert seien, sagte der Chef der Polizei in der Provinz Nyanza, Antony Kibuchi, am Mittwoch. Den Verhafteten drohten Anklagen wegen Mordes und somit Todesstrafen im Falle einer Verurteilung, fügte Kibuchi hinzu.

In der vergangenen Woche waren in dem Dorf Nyakeo acht Frauen und drei Männer wegen angeblicher Hexerei von einem wütenden Mob bei lebendigem Leib verbrannt worden. Zehn der Opfer waren zwischen 70 und 90 Jahre alt. (apa/red)