Heute Nacht beginnt offiziell der Winter: Väterchen Frost nimmt keinen Schnee mit

Längste Nacht des Jahres mit Temperaturen unter 0 Erster Wintertag beginnt sonnig. PLUS: PROGNOSE!

In der Nacht auf Freitag um 1.22 Uhr beginnt der Winter - zumindest offiziell. Während die Temperaturen sich beinahe nach dem herbeigesehnten Väterchen Frost anfühlen, wird die dazugehörige Schneedecke auch noch länger auf sich warten lassen. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien prognostiziert eine verschwindend geringe Wahrscheinlichkeit für die weiße Pracht.

In der längsten Nacht des Jahres sinken die Temperaturen im Norden und Osten auf minus eins bis plus ein Grad. Im Westen sind sie je nach Höhenlage deutlich tiefer, minus zwei bis minus sieben Grad soll es geben, inneralpin sind auch minus zehn Grad möglich, heißt es aus der ZAMG.

Der erste Wintertag beginnt dann sehr sonnig, besonders der Westen ist begünstigt. Im Süden wie in Salzburg und Oberösterreich gibt es in der Früh noch Nebelfelder, aber auch sie weichen im Laufe des Tages dem strahlendem Sonnenschein. Im Osten muss sich die Sonne erst durch dichte Bewölkung kämpfen, sonnig soll es laut ZAMG erst am Nachmittag werden. Die Temperaturen bewegen sich am Morgen im Süden um die zwei Grad, am mildesten ist es im Osten mit vier bis fünf Grad plus. Im Westen dürften es je nach Tiefstwerte in der Nacht zwischen minus ein und plus zwei Grad werden.

Die Wintersonnwende markiert den Beginn des astronomischen Winters. Bei der längsten Nacht des Jahres steht die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis und erreicht ihre südlichste Stellung auf der Himmelskugel. Aber nicht überall ist der 22. Dezember der kürzeste Tag: Auf der Südhalbkugel genießt man die längste Sonnenscheindauer des Jahres. Schließlich ist dort Sommer, was viele während der Weihnachtsferien zu einem Trip in entsprechende Gefilde verführt.

Die warmen Temperaturen sind auch bei uns fast schon wieder in greifbarer Nähe: Am 21. März endet der Winter - der Frühling beginnt. Bis dahin werden die Tage kontinuierlich länger. Im Jänner um 62 Minuten, im Februar um 88, im März gar um 104, im April um 98, im Mai um 75 und im Juni um 17 Minuten. Im Juli geht es dann schon wieder stetig bergab (minus 56). Im August werden 95 Minuten vom Tageskonto abgebucht, im September 99, im Oktober sogar 102. (apa/red)