Heta von

Kärnten nennt zunächst keine Zahlen zu Finanzbedarf 2015

Land will sich nach Abstufung über Bundesfinanzierungsagentur Liquidität beschaffen

firmenzentrale de rHypo Alpe adria in Klagenfurt © Bild: Trend /Prohaska Rene

Das Land Kärnten veröffentlicht derzeit keine Zahlen zum gesamten Finanzbedarf heuer. Bekannt ist bisher nur, dass im April 30 Mio. Euro für die Landeskrankenhäuser benötigt werden. Nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Kärntens durch die Ratingagentur Moody's möchte sich das Land ausschließlich über die Bundesfinanzierungsagentur die notwendige Liquidität beschaffen.

Eine Finanzierung über die Finanzmärkte wäre wesentlich schwieriger und teurer. Die Finanzschulden des Landes lagen per Ende 2014 bei 1,49 Mrd. Euro. Dazu kommen 1,88 Mrd. Euro Schulden von ausgegliederten Rechtsträgern. Die Gesamtverschuldung Kärntens beträgt 3,24 Mrd. Euro, das sind 17,9 Prozent des BIP in Kärnten und 5.819 Euro pro Kopf.

Am Stichtag 31.12.2014 lag die Summe der Landeshaftungen bei 13,31 Mrd. Euro. Darin enthalten sind 10,82 Mrd. Euro Haftungen für die frühere Hypo Alpe Adria Bank und die Hypo International, inzwischen Austrian Anadi Bank (rund 650 Mio. Euro) und Heta. Weiters sind 1,37 Mrd. Euro an Haftungen für Verbindlichkeiten von dem Land zuzurechnenden Rechtsträgern und 1,12 Mrd. Euro an regulären Haftungen - etwa für Schulden von Gebietskörperschaften, Wohnbaudarlehn und ähnlichem - in der Summe aufgerechnet.

In der Planrechnung des Landes Kärnten sinken die Haftungen bis Ende 2015 auf insgesamt 10,38 Mrd. Euro, von denen dann noch 7,93 Mrd. Euro Haftungen auf die Anadi und die Heta entfallen.

Kommentare

Wie in Griechenland!
Auch dort wird die Öffentlichkeit über den wahren Finanzbedarf nicht informiert.
Österreich hat schon eine höhere pro Kopf Verschuldung wie Griechenland!

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