Herzversagen von

So fühlt es sich an

Als würde man ertrinken. Nur ein Viertel weiß über schwerwiegende Folgen Bescheid.

Mann greift sich an Brust © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Ein schweres Herzversagen kann dazu führen, dass sich die Lungen mit Flüssigkeit füllen. Der Betroffene hat dann das Gefühl, er würde ertrinken. Das ergab eine Umfrage der British Heart Foundation (BHF). Zudem zeigte sich, dass 80 Prozent der Erwachsenen keine Vorstellung von den Auswirkungen eines Herzversagens auf das alltägliche Leben haben.

Ausgelöst wird ein Herzversagen meist durch einen Herzanfall. Bei einem Herzversagen kann das Herz nicht mehr wie vorher das Blut problemlos durch den Körper transportieren. Patienten mit einem leichten Herzversagen können mithilfe von Medikamenten ein relativ normales Leben führen. Ein schweres Herzversagen kann allerdings andauernde Schmerzen und Leiden bewirken. Schon einfache Dinge wie Duschen oder Einkaufen führen zur Erschöpfung, da sie ungeahnt viel Energie erfordern.

Große Wissenslücken

Frühere britische Studien legen nahe, dass rund 28 Prozent der Betroffenen als Folge einer permanenten Schädigung des Herzmuskels Probleme bei der Alltagsbewältigung haben. Die aktuelle Umfrage, an der 2.710 Erwachsene teilnahmen, legt nahe, dass sich mehr als Dreiviertel der Befragten der Folgen eines schweren Herzversagens nicht bewusst sind. Über ein Drittel der Befragten nahm an, dass das Herz bei einem Versagen zu schlagen aufhört. 33 Prozent gingen fälschlicherweise davon aus, dass das Herz über eine Möglichkeit zur Selbstheilung verfügt.

Enorme Einschränkung im Alltag

"Die menschlichen Herzzellen können sich - anders als zum Beispiel die Leberzellen - nicht regenerieren", so Mike Knapton, stellvertretender medizinischer Direktor der BHF. Zwar überleben immer mehr Menschen einen Herzanfall. Im Vergleich zu anderen Herzerkrankungen sind die Aussichten für Patienten mit einem akuten schweren Herzversagen aber relativ schlecht. "Ein Herzversagen hat erhebliche Auswirkungen auf die Morbidität. Es kann neben körperlichen Behinderungen zu einem Leben im Rollstuhl oder zu Bettlägerigkeit führen", so Knapton. Eine Möglichkeit zur Heilung gibt es derzeit noch nicht. Das könnte sich dem Experten zufolge aber in zehn bis 15 Jahren ändern.

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