Herbstmeistertitel für Rapid in Reichweite:
Verdienter 3:1-Sieg gegen Kapfenberger SV

Elfer von Hofmann läutet Torreigen in Hütteldorf ein Steirer weiterhin 11 Zähler vor Schlusslicht Kärnten

Herbstmeistertitel für Rapid in Reichweite:
Verdienter 3:1-Sieg gegen Kapfenberger SV © Bild: APA/Neubauer

Der SK Rapid hat in der Fußball-Bundesliga die Hürde Kapfenberg genommen und hat somit auch den Herbstmeistertitel fixiert. Der Spitzenreiter schlug die Steirer trotz verhaltener Leistung in Summe ungefährdet 3:1 (2:0). Der Vizemeister, der auch auf bestem Weg zur Winterkrone ist, ist seit acht Liga-Spielen ungeschlagen.

Kapitän Steffen Hofmann (18.) per Elfmeter, Nikica Jelavic (34.) und Hamdi Salihi (85.) nutzten die sich bietenden Chancen für die Hütteldorfer, Marek Heinz (78.) machte die Partie im Finish noch einmal kurz spannend. Rapid war zwar spielbestimmend, die Elf von Trainer Peter Pacult ließ aber ob des dichten Programms in Meisterschaft und Europa League Müdigkeitserscheinungen erkennen. Kapfenberg war aber zu harmlos, um die Hausherren im Hanappi-Stadion in Verlegenheit zu bringen. Die Steirer liegen vor den Sonntag-Spielen als Neunter weiter elf Zähler vor Schlusslicht Austria Kärnten.

Hütteldorfer zu Beginn drückend überlegen
Rapid startete vor 15.300 Zuschauern blitzartig, Veli Kavlak nötigte KSV-Torhüter Raphael Wolf bereits nach 18 Sekunden zu einer Parade. Nach verheißungsvollem Beginn ließ der Rekordmeister aber nach, etliche Abspielfehler prägten das Spiel. Aus einer schönen Kombination zwischen Kavlak und Katzer resultierte trotzdem die Führung. Kapfenbergs Abwehrchef Milan Fukal ließ gegen den aufgerückten Verteidiger den Fuß stehen, Hofmann (9. Saisontor) verwertete den von Schiedsrichter Drachta verhängten Elfmeter sicher.

Die steirischen "Falken", die in sechs Vergleichen mit Rapid seit dem Aufstieg zum sechsten Mal eine Niederlage einstecken mussten, schalteten notgedrungen etwas mehr auf Offensive. Dies ging allerdings nach hinten los. Aus einem verunglückten Vorstoß der Gäste resultierte ein schneller Konter über Boskovic und Hofmann, dessen Flanke Jelavic per Kopf zum 2:0 verwertete. Die von Verletzungen und Sperren geschwächte Elf von Trainer Werner Gregoritsch hatte in der ersten Spielhälfte bis auf einen Hüttenbrenner-Fernschuss (38.) nichts zu bieten.

Kurzes Blackout von Rapid in zweiter Hälfte
Kapfenberg kam in der zweiten Spielhälfte besser ins Spiel, da sich Rapid auf der Führung ausrastete. Zunächst scheiterte der eingewechselte Markus Felfernig (73.) an Rapid-Torhüter Helge Payer, fünf Minuten später schlug Heinz nach einem Blackout in Rapids linker Defensivseite nicht unverdient zu. Die Hoffnung auf einen Punkt währte für Kapfenberg aber nur kurz. Joker Salihi sorgte 20 Minuten nach seinem Eintausch nach einer schönen Einzelleistung für den 3:1-Endstand. Für den von der SV Ried transferierten Albaner war es in seinem elften Saisonspiel für Grün-Weiß sein bereits neunter Treffer und sein insgesamt elftes Saisontor.

Endstand: SK Rapid Wien - Kapfenberger SV Superfund 3:1 (2:0)
Wien, Hanappi-Stadion, 15.300 Zuschauer, SR Drachta.

Torfolge:
1:0 (18.) Hofmann (Elfmeter)
2:0 (34.) Jelavic
2:1 (78.) Heinz
3:1 (85.) Salihi

Rapid: Payer - Kulovits, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Boskovic (80. Dober), Kavlak (75. Drazan) - Gartler (66. Salihi), Jelavic

Kapfenberg: R. Wolf - Gansterer, Schönberger, Fukal, Osoinik - D.
Hofer (77. Kozelsky), Majstorovic, Scharrer (61. Wieger), Hüttenbrenner - Heinz - Pavlov (61. Felfernig)

Gelbe Karten: Kulovits bzw. Fukal, Heinz, Schönberger

(apa/red)