Herbst 2006 als wärmster der Geschichte: Seit Messungsbeginn nie so hohe Werte

Könnte in Wärme-Ranking erste Stelle einnehmen Um ein halbes Grad wärmer als vor sechs Jahren

Der heurige Herbst könnte als wärmster in die Geschichte der Wetteraufzeichnungen eingehen. Tatsächlich waren die Mittelwerte seit den ersten Messungen 1775 und seit Gründung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) 1851 noch nie so hoch. Ob der Herbst 2006 den bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 2000 tatsächlich toppen kann, wird sich erst herausstellen.

Wesentliche Abkühlungen sind laut Prognosen der Meteorologen allerdings nicht mehr zu erwarten, so dass im Raum Wien der heurige Herbst um ein halbes Grad wärmer sein werde als vor sechs Jahren, sagte ZAMG-Klimatologe Helmut Derka.

Feststehe, dass der September in ganz Österreich ungewöhnlich hohe Temperaturen verzeichnete, auch der Oktober und der bisherige November seien ähnlich angenehm mild gewesen. Die Temperaturstürze, "die kurzzeitig Panik bei den Autofahrern auslösten" seinen viel zu kurz gewesen um die Durchschnittswerte zu drücken, erklärte Derka. In südlichen Städten wie Graz oder Klagenfurt werde es voraussichtlich aber nicht der wärmste Herbst aller Zeiten werden.

(apa/red)