Herbe Verluste für Grünen-Chef Willi: Hinter
FPÖ abgerutscht, Wahlziel klar verfehlt

Ankündigung zur Vertrauensfrage bereits getätigt Willi bekannt für heftige Debatten mit LH van Staa

Herbe Verluste für Grünen-Chef Willi: Hinter
FPÖ abgerutscht, Wahlziel klar verfehlt © Bild: APA/Parigger

Der Spitzenkandidat der Tiroler Grünen, Georg Willi (49), zählt neben SPÖ-Landeschef Hannes Gschwentner und und Landeshauptmann Herwig van Staa zu den großen Verlierern der Tiroler Landtagswahl. Seine Ziele - deutliche Zuwächse - hat der frühere VGÖ-Chef klar verfehlt, und ist sogar hinter die Freiheitlichen abgerutscht. Kurz nach Wahlschluss erklärte Willi, angesichts des Abschneidens die Vertrauensfrage in den zuständigen Gremien stellen zu wollen.

Mit Landeshauptmann Herwig van Staa focht Willi stets heftige Debatten aus. Die beiden lieferten sich wiederholt politische Auseinandersetzungen, auch wenn es im privaten Umfeld Anknüpfungspunkte gibt. Van Staa kennt seinen heutigen politischen Gegner von klein auf. Seit vielen Jahren ist er eng mit der Familie und vor allem dem Vater Willis befreundet. Mit ihm baute er an der Universität Innsbruck das Institut für Alpenländische Land- und Forstwirtschaft auf.

Geboren wurde Georg Willi am 6. Mai 1959 in Innsbruck. Nach Gymnasium und einem Abiturentenlehrgang an der Handelsakademie studierte er in Innsbruck Ökologie und Rechtswissenschaften. Von 1989 bis 1994 war er für die Vereinten Grünen im Innsbrucker Gemeinderat. Nach der Einigung zwischen VGÖ und Grüner Alternative wechselte er 1994 als Klubobmann in den Tiroler Landtag und ist auch deren Landessprecher. Willi hat auch eine musikalische Seite: Er ist als Sänger und Chorleiter tätig. Willi ist verheiratet und Vater eines Sohnes. (apa/red)