Herbe Rückgänge an europäischen Börsen: Angst vor kriselndem US-Immobilienmarkt

US-Börsen: Kehrtwende ins Plus im Späthandel DURCHKLICKEN: Die besten Tipps für die Börsenkrise

Herbe Rückgänge an europäischen Börsen: Angst vor kriselndem US-Immobilienmarkt

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben mit herben Verlusten geschlossen. Sorgen über den kriselnden US-Immobilienmarkt und umfangreiche Kreditausfälle bei Hypothekenbanken hätten den Markt spürbar belastet, sagten Händler. Die Nervosität sei sehr hoch. Dabei verwiesen sie darauf, dass der US-Leitindex Dow Jones nach dem Kurssturz am Vortag wieder kräftig gefallen sei. Am Nachmittag sank das US-Börsenbarometer nach einem zunächst richtungslosen Start erstmals seit Anfang November 2006 wieder unter die psychologische Marke von 12.000 Punkten.

In Europa zeigte eine Branchenbetrachtung Finanzwerte wie Versicherer und Banktitel am weitesten in der Verlustzone. Deutsche Bank-Titel rutschten um 5,14 Prozent auf 91,50 Euro ab. Credit Agricole sanken um 4,18 Prozent auf 28,44 Euro. Händler verwiesen auf die wieder schwache Verfassung der Börsen und auf die schwelende Krise im US-amerikanischen Hypothekenmarkt.

Allied Irish Bank verbilligten sich merklich um 4,66 Prozent auf 22,31 Euro. Im Versicherungsbereich sackten Allianz um 4,19 Prozent auf 148,26 Euro ab. AXA büßten 5,14 Prozent auf 29,53 Euro ein. Auch in London zählten Fonds und Banken zu den größten Verlierern: HBOS standen mit minus 5,75 Prozent auf 1.017,00 Pence am "Footsie"-Ende. Royal Bank of Scotland verloren 4,54 Prozent auf 1.955,00 Pence.

Carrefour standen dagegen mit plus 1,31 Prozent auf 53,29 Euro als einziger Wert im europäischen Referenzindex auf der Gewinnerseite. Händler verwiesen auf erneut aufflammende Übernahme-Spekulationen, die durch Berichte über eine kommende Platzierung des Anteils von 13,03 Prozent der Halley-Familie angefacht wurden.

Renault verloren 3,05 Prozent auf 84,86 Euro. Der französische Autobauer hat im Februar weltweit weniger Autos als im gleichen Zeitraum des Vorjahres verkauft.

New York: Kehrtwende ins Plus
Die New Yorker Aktienbörse hat mit etwas festeren Notierungen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index stieg 57,44 Einheiten oder 0,48 Prozent auf 12.133,40 Zähler. Der die wichtigsten Versorgungswerte umfassende Dow Jones Utilities Index gewann 2,73 Zähler auf 476,60 Punkte, das entspricht einem Plus von 0,58 Prozent. Der als Trendbarometer angesehene Dow Jones Transport verringerte sich hingegen um 10,53 Punkte oder 0,22 Prozent auf 4.716,03 Einheiten.

Unter den an der New York Stock Exchange gelisteten Titeln standen sich 1.937 Gewinner und 1.380 Verlierer gegenüber. 104 Werte notierten unverändert. Insgesamt wurden rund 994,65 Mio. Aktien umgesetzt. Das Tageshoch erreichte der Dow Jones Industrial Index bei 12.142,94 Punkten, das Tagestief lag bei 11.939,61 Zählern.

Kräftige Verluste in Wien
Die Wiener Börse hat die Sitzung am bei hohem Volumen mit kräftigen Verlusten beendet. Der Fließhandelsindex ATX fiel gegenüber dem Dienstag-Schluss (4.444,53) um 119,14 Punkte oder 2,68 Prozent auf 4.325,39 Zähler. Gegenüber Ultimo 2006 liegt der ATX 138,08 Punkte oder 3,09 Prozent im Minus. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 2,59 Prozent oder 59,13 Punkten bei 2.223,66 Einheiten.

(apa/red)