Helmut Kraft geht, Peter Schöttel kommt: Trainerwechsel bei Aufsteiger Wr. Neustadt

Neumann:"Richtiger Mann für unsere Zielsetzung" Plus: Ex-Teamspieler wird auch neuer Sportdirektor

Helmut Kraft geht, Peter Schöttel kommt: Trainerwechsel bei Aufsteiger Wr. Neustadt © Bild: APA

Keine 24 Stunden nach dem Schlusspfiff der Herbstsaison hat es nach der Rochade Jose Prelogar für Frenkie Schinkels (Austria Kärnten) den zweiten Trainerwechsel in der Bundesliga gegeben. Aufsteiger SC Wr. Neustadt ersetzte völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung Helmut Kraft durch Peter Schöttel. Der 42-jährige Wiener unterschrieb einen Zweijahresvertrag und ist wie der neun Jahre ältere Tiroler Cheftrainer und Sportdirektor in Personalunion.

"Mittelfristig wollen wir eine junge österreichische Mannschaft, mit guten Führungsspielern ausgestattet, aufbauen und uns in der Spitzengruppe der Bundesliga etablieren. Mit Peter Schöttel glauben wir, den richtigen Mann für unsere Zielsetzung gefunden zu haben", sagte Ernst Neumann, der geschäftsführende Vizepräsident des Tabellensechsten.

Schöttel, ein Urgestein von Rekordmeister Rapid (als Spieler und Funktionär von 1987 bis 2006), bringt für den Job einige Referenzen mit. Nach seiner aktiven Karriere mit 63 Länderspielen und zwei WM-Teilnahmen (1990, 1998) war der Ex-Rapid-Kapitän (1997 bis 2001) u.a. 2001/02 Nachwuchsleiter und Amateur-Trainer der Hütteldorfer. "Er hat seinen Fokus damals auf den Nachwuchs gerichtet, den Umdenkprozess Rapids eingeleitet und mit der Weiterentwicklung der jungen Spieler einen wichtigen Betrag geleistet", meinte Neumann.

Trennung "im Guten"
Mit Helmut Kraft, der die Neustädter heuer ins Oberhaus geführt hatte, trennte man sich laut Neumann "im Guten". Am Samstag hatten der Stronach-Statthalter und der Magna-Magnat die Blauweißen live im Stadion gegen LASK 4:0 siegen gesehen.

"Ich persönlich glaube, dass wir unserem Saisonziel, dem fünften Tabellenplatz, schon ziemlich nahe und auf einem guten Weg sind. Die Mannschaft ist aber noch Formschwankungen ausgesetzt", resümierte Neumann das erste halbe Jahr des Aufsteigers in der höchsten heimischen Spielklasse, in der seiner Meinung nach versucht worden sei, attraktiven Fußball zu spielen, und immer mit zwei Stürmern begonnen worden ist.

(apa/red)

Kommentare

´das Geld Wieder ist ein "Ehrenmann" dem schnöden Mammon verfallen.
Tja Tja da geht Sie hin die Tugend, ich glaube schön langsam du kannst jeden kaufen, Ideale gibt es keine mehr.
Da ist er Sportdirektor beim ältesten Fussballvereines Österreichs, soll gemeinsam mit Peter Stöger etwas aufbauen vielleicht anknüpfen an vergangene Erfolge und dann geht er zum Retortenklub vom Stronach.
Da kann ich nur sagen schade schade um einen wirklich guten Fussballer und netten Menschen.

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