Hells Angels von

Berliner Boss niedergeschossen

47-Jähriger schwebt in Lebensgefahr - Unbekannter Täter konnte flüchten

Hells Angels - Berliner Boss niedergeschossen © Bild: Getty Images/AFP

In Berlin ist Sonntagfrüh der "Hells Angels"-Boss André S. niedergeschossen worden. Der 47-jährige Anführer der größten Untergruppierung der Rocker, den Nomads, schwebt derzeit in Lebensgefahr.

Nach Polizeiangaben wurde André S. in Neu-Hohenschönhausen auf offener Straße von mehreren Schüsse getroffen. Dem unbekannten Täter gelang die Flucht.

Mordkommission ermittelt
Eine Anrainerin hatte gegen 3.00 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem sie die Schüsse gehört hatte. In dem Fall ermittelt nun eine Mordkommission des Landeskriminalamtes mit Unterstützung des Dezernates für Rockerkriminalität.

In den vergangenen Wochen waren Polizei und Staatsanwaltschaften in Deutschland mehrfach massiv gegen Rockerclubs vorgegangen. Grund für die Aktionen waren Ermittlungen wegen Drogen- und Waffenhandels und anderer Delikte sowie behördliche Verbote einzelner regionaler Ableger. Internationale Rockerclubs wie die "Hells Angels" und "Bandidos" sind nach den Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden zumindest teilweise der organisierten Kriminalität zuzurechnen und etwa im Rotlichtmilieu oder Drogenhandel aktiv.

Razzia verraten?
Ende Mai war die einflussreichste Gruppe der mit den Bandidos verfeindeten Hells Angels in Berlin verboten worden. Die Behörden gehen in der Hauptstadt von rund 500 Bandidos aus, in Brandenburg von etwa 400. Mehrere Mitglieder der Bandidos waren zuvor zu Hells Angels in Berlin und Potsdam übergelaufen. Für Aufsehen hatte gesorgt, dass eine geplante Razzia gegen die Hells Angels in Berlin zuvor verraten worden war.

Ein Sprecher der Polizei sagte, die Durchsuchungen seien lange geplant gewesen und gehörten zu einem Ermittlungsverfahren aus dem Jahr 2011. In Ermittlerkreisen hieß es, um ein Verbot sei es dabei nicht gegangen. Dafür gebe es hohe Hürden. So müsse nachgewiesen werden, dass der Verein dazu dient, Straftaten zu ermöglichen.

Kommentare

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Das ist die allerbeste Lösung ... wenn sich diese ehrenwerten Herrschaften selbst dezimieren.
Ich hoffe unsere Exekutive und Justiz agiert da jetzt sehr zurückhaltend.

FreakVienna melden

Re: Das ist die allerbeste Lösung ... na dann sind wir doch einfach mal froh dass die exekutive nicht nach den wünschen von "_nein" handelt, sondern ohne "gute ratschläge" von "_nein" zurechtkommt...

Ignaz-Kutschnberger

Ja ja... Wen Gott liebt, den ruft er früh zu sich... gute Reise Andre S.

Nun... scheinen die Auseinandersetzungen in eine neue Phase zu treten. Man darf gespannt sein wer langfristig den Kürzeren zieht. Jedenfalls kann davon ausgegangen werden dass Racheakte der HA in aller Stille erfolgen und von der Öffentlichkeit kaum wahrzunemen sein werden. Für Clubs wie z. B. Bandidos wird es nun sehr eng in D. Kaum anzunehmen dass diese dem Druck der HA und der Behörden noch lange widerstehen können.

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