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Helikopter in Norwegen abgestürzt

Mindestens 11 Tote - Hubschrauber hatte Arbeiter von Ölplattform an Bord

Fakten - Helikopter in Norwegen abgestürzt © Bild: NTB Scanpix/Bergens Tidende/via REUTERS

Bei einem Hubschrauberabsturz vor der norwegischen Küste sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Bisher seien elf Tote gefunden worden, berichteten die Rettungskräfte am Freitag. An Bord des Helikopters waren 13 Menschen, die Sucharbeiten wurden fortgesetzt.

Es gebe keine Anzeichen auf Überlebende, sagte ein Sprecher des Rettungszentrums in Sola, Anders Bang Andersen. Die Sucharbeiten würden aber "in der Hoffnung auf Überlebende" fortgesetzt. Der Hubschrauber vom Typ Super Puma sei geortet worden "und wir tun unser Möglichstes, um die Insassen zu retten".

Der Hubschrauber war auf dem Weg von einer Ölplattform zum Flughafen der westlichen Hafenstadt Bergen und stürzte aus noch unbekannten Gründen ab. Unter den 13 Menschen an Bord waren Arbeiter der Ölplattform "Gullfaks B" und zwei Besatzungsmitglieder. Bei den Insassen handelte es sich laut Andersen um elf Norweger, einen Briten und einen Italiener.

Absturz nahe einer kleinen Insel

Der Helikopter stürzte in der Nähe einer kleinen Insel ab, Wrackteile waren sowohl an Land als auch im Wasser verstreut. Ein Teil des Wracks lag fünf bis sieben Meter tief unter Wasser, etwa 20 Meter von der Küste entfernt, wie die Rettungskräfte mitteilten.

© NTB Scanpix/Bergens Tidende/via REUTERS

Live-Bilder zeigten kleine Ausflugsboote, die zum Unfallort fuhren, über dem dichter schwarzer Rauch hing. Das Unglück ereignete sich am Mittag, mehr als eine Stunde später kreuzten zahlreiche Boote in der Gegend, während Hubschrauber in der Luft kreisten. Auch Taucher waren an Ort und Stelle, am Strand standen Krankenwagen bereit.

Maschine in Abwärtsspirale niedergegangen

Mehrere Augenzeugen berichteten, die Maschine sei in einer Abwärtsspirale niedergegangen, gefolgt von einer mächtigen Explosion, Menschen seien ins Meer gestürzt. "Ich habe gesehen, wie der Helikopter rasend schnell ins Meer gestürzt ist", sagte eine Anrainerin der örtlichen Zeitung "Bergensavisen". "Dann habe ich eine große Explosion gesehen." Durch die Luft seien Teile der Maschine geflogen, unter anderem ein Rotorblatt.

"Schreckliche Berichte über Hubschrauberabsturz", schrieb Regierungschefin Erna Solberg im Internetdienst Twitter. Sie werde ständig über die Bergungsarbeiten auf dem Laufenden gehalten.

Die Polizei bat auf Twitter die Bevölkerung, keine Drohnen in der Gegend zu benutzen. Das Ölfeld vor Bergen ist eines der größten Offshore-Ölfelder Norwegens und wird von dem staatlichen Unternehmen Statoil betrieben.

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