Heißes Finish im US-Präsidentenwahlkampf:
John McCain kündigt Obama die Peitsche an

Vorbereitung auf letzte TV-Debatte vor Urnengang Republikaner gibt Rückstand in den Umfragen zu

Heißes Finish im US-Präsidentenwahlkampf:
John McCain kündigt Obama die Peitsche an © Bild: Reuters

Vor der letzten Fernsehdebatte im Präsidentschaftswahlkampf der USA hat der republikanische Kandidat John McCain den Ton noch einmal verschärft. Er werde beim Aufeinandertreffen mit Barack Obama am Mittwoch die Peitsche mitbringen, kündigte McCain an. Wörtlich sagte er vor Wahlkampfhelfern bei Washington, er werde Obama "den ihr wisst schon was auspeitschen".

McCain räumte ein, dass er in den landesweiten Umfragen "ein paar Prozentpunkte" hinter dem Kandidaten der Demokraten liege. "Aber wir sind mitten drin im Spiel", versicherte der 72-jährige Senator. Die Finanzkrise habe ihm ihn den vergangenen zwei Wochen etwas geschadet. Jetzt wollten die Wähler aber vor allem Erfahrung und eine Vision. "Wir werden das Amerika geben", sagte McCain. Nach der Fernsehdebatte werde er 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche für den Sieg am 4. November kämpfen.

Zusammen mit seiner Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin tritt McCain in Virginia auf. Dieser bisher als Hochburg der Republikaner geltende Staat ist mittlerweile zwischen beiden Lagern heftig umkämpft.

Der demokratische Vizepräsidentschaftskandidat Joe Biden warf McCain unterdessen vor, sich in der Finanzkrise sprunghaft und unberechenbar zu verhalten. In der von Arbeitern geprägten Kleinstadt Scranton in Pennsylvania sagte Biden am Sonntag mit Blick auf die Vietnamkriegserfahrung des politischen Gegners: "Wir brauchen mehr als einen tapferen Soldaten, wir brauchen einen klugen Führer." (apa/red)