Heißer Tanz in Graz erwartet: Sturm will
Red Bull Salzburg endlich wieder biegen

Adriaanse: "Sturm Graz ist haushoher Favorit" Franco Foda: "Salzburg hat sicher keine Krise"

Heißer Tanz in Graz erwartet: Sturm will
Red Bull Salzburg endlich wieder biegen © Bild: Reuters

Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass Sturm Graz den Salzburger Bullen drei Punkte abknöpfen konnte. Heute (15.30 Uhr LIVE auf news.at) soll es wieder so weit sein, peilen die Steirer in der neunten Runde vor eigenem Publikum einen Sieg gegen die angeschlagene Adriaanse-Truppe an.

Dass das 0:1 in Kärnten und die 0:2-UEFA-Cup-Niederlage bei Sevilla beim Salzburger Liga-Krösus Spuren hinterlassen haben könnten, glaubt Sturm-Coach Franco Foda aber nicht. "Salzburg hat sicher keine Krise. Das passiert auch anderen Mannschaften, da gibt es eben Überraschungen", meinte der Deutsche, für den die Gäste nach wie vor die Meisterschaftsfavoriten sind. "Wir wissen, dass sie sehr stark sind, und sie müssen Meister werden."

Der letzte Sieg der "Blackies" über Salzburg datiert vom 23. September 2006 (2:1 in Graz), dazwischen kassierten die Steirer vier Niederlagen und schafften zwei Unentschieden. Foda ist zuversichtlich: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen, und wir sind zu Hause in der Lage, jeden zu schlagen - auch Salzburg." Möglicherweise steht auch der 19-jährige Daniel Beichler wieder in der Startformation. Im Cup erzielte er gegen Rieds Amateure drei Treffer. Foda: "Bei mir darf sich jeder, der gut trainiert, Hoffnungen machen." In der laufenden Saison haben die Grazer jedenfalls erst zwei Niederlagen kassiert, und fünf ihrer letzten sechs Heimspiele für sich entschieden.

Salzburg schiebt Favoritenrolle von sich
In Salzburg stapelt man indes denkbar tief. Trainer Co Adriaanse, der nach der Niederlage in Spanien stinksauer war, erklärte Sturm zum "haushohen Favoriten". "Wir haben die Enttäuschung im Kopf und in den Beinen", begründete der Niederländer seine Einschätzung. "Sturm ist ausgeruht und eine der besten und spielstärksten Mannschaften Österreichs. Sie sind Zweiter und damit vor uns."

ÖFB-Teamspieler Rene Aufhauser brachte ähnliche Argumente vor: "Sturm ist ausgeruht und brennt auf dieses Spiel. Uns erwartet ein heißer Tanz." Der Routinier lehnte es aber ab, von einer Krise zu sprechen. "Erst dann, wenn wir auch spielerisch nicht überzeugen, kann man das behaupten." Für Alexander Zickler ist jedenfalls klar: "Wir müssen Sevilla aus unseren Köpfen streichen. Es warten jede Menge wichtige Aufgaben auf uns."

(apa/red)

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