Heiße Preise, coole Autos: Die Nachfrage-
Flaute bringt Autokäufern tolle Nachlässe

NEWS präsentiert die besten Schnäppchen am Markt Mystery-Kauftest offenbart Nachlässe bis 18 Prozent

Heiße Preise, coole Autos: Die Nachfrage-
Flaute bringt Autokäufern tolle Nachlässe © Bild: NEWS/Herrgott

So günstig war Autokaufen schon lange nicht. Selbst bei Bestsellern wie VW Golf oder Opel Astra lassen sich derzeit saftige Rabatte herausschlagen. Und: Modellwechsel und der Trend zu Crossover-Fahrzeugen bringen sogar bei Premiummarken die Preise gehörig unter Druck. Der NEWS-Mystery-Kauftest, bei dem zehn Autohäuser in Wien und Umgebung überprüft wurden, beweist: Nachlässe bis zu 18 Prozent sind derzeit beim Autokauf möglich - ohne Eintauschwagen.

Die Ursachen der Rabattschlacht sind rasch geortet. Nach den Vorziehkäufen im ersten Halbjahr 2008 - wegen der Verteuerung (CO2-Abgabe) Sprit fressender Karossen - herrscht jetzt Flaute in den Autohäusern. Hinzu kommt, dass die Unsicherheit über künftige Umweltnormen sowie teure Spritpreise für weitere Kaufzurückhaltung sorgen. Und immer mehr Händler werden allmählich nervös, ob sie die Verkaufsvorgaben ihrer Importeure erfüllen können. Positive Folge für den Kunden: coole Autos zu noch cooleren Preisen.

Und wer im Autosalon hartnäckig taktiert, kann durch individuelles Verhandeln noch mehr Geld herausschlagen. NEWS testete daher in Autohäusern, wie weit die Verkäufer die Rabatt-Hosen herunterlassen, um ihre Automobile an den Mann zu bringen. Überraschendes Ergebnis: Der BMW 320d touring, der mit einer Fülle an Ausstattung auf 48.750 Euro kommt, wurde mit 40.000 Euro angeboten. Das ist ein Nachlass von 18 Prozent. Der Grund: Der noble Dreier startet ab September im neuen Design durch - alle noch auf Lager liegenden BMW sind daher günstig zu bekommen.

Günstige Auslaufmodelle
Ähnlich verhält es sich beim Golf, dem mit Abstand meistverkauften Auto Österreichs. Mit 15 Prozent stößt der Volkswagen in bislang unbekannte Sphären vor. Das Rabatt-Limit beträgt bei VW sieben bis acht Prozent. Auch hier kommt es zu einem Modellwechsel. Der Golf V wird durch den Golf VI abgelöst, und vonseiten des Importeurs gibt es Werksunterstützung für Pkw der auslaufenden Generation.

Generell sind bei leicht angegrauten oder unter den Erwartungen laufenden Modellen die Skonti höher als bei frisch präsentierten Neuheiten.

Doch auch bei frischen PS-Boliden ist viel zu holen. So offeriert aktuell etwa Renault das Spitzenmodell Laguna - mit fast allen Extras, die es gibt - um 15 Prozent unter Listenpreis. Und auch ein nagelneuer Mazda 6 ist ohne Verhandlungstaktik bereits um 13 Prozent günstiger zu bekommen. Clevere Schnäppchenjäger können auch gezielt nach kostenseitig unattraktiven Motorisierungen (ab 170 PS) oder Nischenmodellen suchen. Beim Autokauf empfiehlt sich auch der Hinweis auf Barzahlung, und wenn man zudem bezüglich Farben offen ist, finden sich zumeist günstige Autos im Lagerbestand.

Grenz-Schnäppchen
Die Kaufzurückhaltung ist ein gesamteuropäisches Phänomen und bringt auch den Gebrauchtwagenmarkt unter Druck. Wer einen gewissen Aufwand nicht scheut, kann etwa in Deutschland auf noch aussichtsreichere Schnäppchenjagd gehen. Und für große Autos im hochpreisigen Segment gewinnt durch den noch immer niedrigen Euro-Dollar-Kurs der Selbstimport aus den USA an Bedeutung. Ein Chrysler 300C Touring, made in Graz, ist inklusive aller Kosten um 32 Prozent günstiger, wenn man ihn selbst kauft und über den Atlantik nach Österreich bringt.

Die komplette Geschichte finden Sie im NEWS Nr. 35/08!