Heinz Sichrovsky über Neues von Peter Handkes "Sturm"

Wie souverän man mit Krisen umgehen kann PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Heinz Sichrovsky über Neues von Peter Handkes "Sturm" © Bild: NEWS/ Ricardo Hergott

Die Nachricht, die da aus dem Burg­theater dringt, ist selbst in der Wortwahl schön: Die Uraufführung von Peter Handkes „Immer noch Sturm“ – im Sommer 2011 als Koproduktion der Salzburger Festspiele und des Hamburger Thalia Theaters – findet nun auch „in Kooperation mit dem Burgtheater“ statt.

Das heißt: Man wird Dimiter Gotscheffs Inszenierung zumindest in einer umfangreichen Serie in Wien zu sehen bekommen. Hier hätte Peymann die Uraufführung betreuen sollen, doch der überwarf sich während der Vorbereitungsarbeiten mit Handke. Burgtheaterdirektor Hartmann ließ nie Zweifel daran, dass das Stück über den Kärntner Widerstand seinen Platz an Österreichs wichtigster Bühne haben müsse. Und als nach der unverschuldeten Malaise Salzburgs Schauspielchef helfend einsprang, war klar, dass das Burgtheater kooperieren wird. Und nicht etwa sabotieren wie seinerzeit, als Hartmanns Vorgänger, gleichfalls unverschuldet, eine „Faust“-Produktion stornieren musste. Als Hartmann daraufhin mit dem nämlichen Werk seine Intendanz zu eröffnen gedachte, unternahm Bachler alles, um das Projekt zu hintertreiben. Vergebens allerdings, doch der Vergleich macht sicher, wie uns einst ein Werbespot belehrte.

Heinz Sichrovsky

sichrovsky.heinz@news.at