Heinisch-Hosek plant "Black List": Firmen sollen Männer- & Frauengehälter offenlegen

Ministerin gegen niedrigere Lohnsteuern für Frauen Skeptisch bei gemeinsamer Obsorge nach Scheidung

Heinisch-Hosek plant "Black List": Firmen sollen Männer- & Frauengehälter offenlegen © Bild: APA/Pfarrhofer

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erwägt, eine "Black List" von Unternehmen anzulegen und zu veröffentlichen, die der ab 2011 geplanten Offenlegung von Männer- und Frauengehältern nicht nachkommen. Die von ihr gewünschten Sanktionsmöglichkeiten seien "leider nicht auszuverhandeln" gewesen, sagte sie in der ORF-"Pressestunde". Aber wenn sich viele Betriebe nicht an die künftige gesetzliche Vorgabe eines Einkommensberichts halten, werde man nach dem Probebetrieb wieder darüber sprechen müssen.

Heinisch-Hosek geht jedoch davon aus, dass es sich die Unternehmen "nicht leisten werden wollen", der Verpflichtung zur (anonymisierten) Offenlegung der Gehälter von Frauen und Männern nicht nachzukommen. Mit den Sozialpartnern wurde ein Stufenplan ausverhandelt, im Herbst soll die diesbezügliche Änderung im Gleichbehandlungsgesetz im Parlament beschlossen werden.

2011 sollen zunächst Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern einen Einkommensbericht vorlegen müssen, ab 2012 mit 500, ab 2013 mit 250 und ab 2014 mit mehr als 150 Mitarbeitern. Dann wird laut der Ministerin die Hälfte der Betriebe und damit insgesamt 1,2 Millionen Arbeitnehmerinnen erfasst sein.

Gegen niedrigere Lohnsteuern für Frauen
Eine klare Absage erteilte Heinisch-Hosek dem Vorschlag italienischer Wissenschafter, die Frauenbeschäftigung durch niedrige Lohnsteuern zu fördern. Das halte sie für gleichheitswidrig - und "das könnte auch Ausbeutungscharakter haben". Die Ministerin verwies vielmehr auf Studien, wonach es 30 Prozent mehr Wirtschaftswachstum bringen könnte, wenn Frauen und Männer endlich gleichgestellt werden.

Dem Vorwurf, sie würde mit ihren Vorschlägen - z.B. jenem zu Frauen in Spitzenpositionen - ständig scheitern und "gegen Mauern rennen", trat Heinisch-Hosek entgegen: "Ich öffne Fenster und renne nicht gegen Mauern", meinte sie. Und verwies auf Erfolge wie das einkommensabhängige Kindergeld.

Skeptisch gegenüber gemeinsamer Obsorge
Skeptisch steht Heinisch-Hosek einer automatischen gemeinsamen Obsorge für Scheidungskinder gegenüber. Vor allem bei nicht einvernehmlichen Trennungen, wo die Eltern häufig "bis aufs Blut streiten", könne man die gemeinsame Verantwortung für Kinder nicht einfach verordnen. Wenn, dann sollte es eine solche erst nach einer gewissen Abkühlphase geben. Am 24. Juni werden diese Themen bei einer Enquete im Parlament besprochen.

(apa/red)

Kommentare

derpradler
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Höchste Zeit dafür daß Faymann diese Volks-Qual aus dem Verkehr zieht. Sie ist zu bedauern, krank sein ist immer ein trauriger Zustand, aber bitte nehmt sie aus der Politik!

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Re: Höchste Zeit dafür ........... und geich sich mit dazu!
Kommt doch niht vernünftiges aus der roten Ecke!

st51 melden

Re: Höchste Zeit dafür Bin selber Frau, aber dieses Getue geht einem auf die Nerven. War 40 Jahre im Beruf, sobald auf den Frauen ein gewisser beruflicher Druck entstand, waren wir gleich schwanger und dann nur mehr halbtägig bis auf wenigen Ausnahmen und die sind heute noch in Top Positionen.
Natürlich wirkt sich das gehaltsmäßig aus, wenn man nicht mehr volle Leistung erbringen kann. Ich habe mich nie diskriminiert gefühlt, bin immer mit beiden Beinen im Leben gestanden, verwehre mich daher entschieden, dass die Politik meine Rechte einklagt, es gibt genug Gesetze die ich ausschöpfen kann, wenn ich zu blöd bin dies zu tun,....Pech gehabt.

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Heinisch führt uns zum Stalinismus Wenn es nach Heinisch geht, dann landet Österreich umgehend im tiefsten STALINISMUS: Kinder ins Heim und Frauen in die Fabrik - das war der kommunistische Traum, aber niemals der Traum der Menschen.

Die Blacklist der Heinisch ist der reinste Propaganda-Schwachsinn, denn solange in Österreich Männer und ganz besonders Väter systematisch diskriminiert werden, solange Männer von Justiz und Behörden immer als Zahler und Frauen als Empfänger gesehen werden, muß sich Heinisch und ihre ganze Scheidungsindustrie (www.scheidungsindustrie.at) an die erste Stelle ihrer Blacklist setzen.
Heinisch steht für das Leid zig-tausender Kinder und ist mitverantwortlich für die null-bock-Generation !!!

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Re: Heinisch führt uns zum Stalinismus .................. solange die "emanzipierten" Frauen meinen, man müßte ein "Gleichbehandlungskonzept" haben, damit die Frauen gleich behandelt werden, ird das nix!
Ich bin derMeinung, das Gesetz, dass Männer und Frauen mit demeselben Anforderungsprofil glech behandelt werden müssen, ausreicht!
Solange sich die Frauen aber lieber auf ein Gesetz berufen, anstatt auf ihr Wissen und Können zu vertrauen, werden sie nicht weiter kommen! Das beweist die Geschichte!
Diejenigen, die sich auf ihr Können beriefen, haben alle sehr viel und mehr erreicht - Beispiele gibt es genügend!

Aber solange es Hoscheks gibt, gibt nix Neues!

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