Heimsieg für Austria im 280. Wiener Derby: Rapid muss sich mit 1:2 geschlagen geben!

Schlusslicht hätte im Finish noch fast Sieg verspielt Unschöne Szenen: Ausschreitungen im Stadion!

Schlusslicht Austria hat den Anschluss an das Feld in der Fußball-T-Mobile-Bundesliga gehalten. Mit dem verdienten 2:1 (2:0) im heimischen Horr-Stadion gegen den erst im Finish gefährlichen Lokalrivalen Rapid feierten die Violetten gleichzeitig ihren 104. Sieg im 280. Großen Wiener Derby und den ersten vollen Meisterschaftserfolg nach vier sieglosen Partien, während die Hütteldorfer nach drei Siegen in Folge erstmals wieder verloren.

Der Rückstand des praktisch schon entthronten Titelverteidigers, der durch Kiesenebner (6.) und Lafata (14.) zur schnellen Führung kam, die Valachovic erst in der 82. Minute reduzierte, auf die unmittelbar vor ihm liegenden Klubs Sturm und Rapid beträgt nach 23 Runden einen Zähler, nur je zwei mehr als die Austria haben der GAK und Altach auf dem Konto.

Ausschreitungen vor der Pause
Das Match vor ausverkauftem Haus war vor der Pause auch durch Zuschauer-Ausschreitungen gekennzeichnet. Zunächst (17./18. Minute) schossen Austria-Rowdies aus ihrem Sektor "bengalisches Feuer" in Richtung Rapid-Tor, wobei Helge Payer am linken Fuß getroffen wurde, allerdings sichtlich unbeeindruckt weiterspielte. Einige Minuten später machten sich auf der Ost-Tribüne Rapid-Fans unangenehm bemerkbar. Sie demolierten Bänke und warfen mit den herausgerissenen Sitzflächen herum und auch in Richtung Polizisten, die massiv einschritten und die Ruhe wieder herstellten.

Die erste halbe Möglichkeit hatten die Gäste, doch der Edelroller des wieder enttäuschenden Boskovic bereitete Safar keine Probleme (3.). Beim 1:0 für die Austria, die mit ihren Auswärtsdressen angetreten war (immerhin hat sie ja auf fremdem Boden schon einen Saisonsieg verbucht) leistete Valachovic mit einem verunglückten "Befreiungsschlag" die Vorarbeit. Der Ball kam zu Kiesenebner, der aus fast 25 Metern in die rechte Kreuzecke traf und sich über sein erst zweites Saisontor freuen durfte (6.).

Nachdem Lafata in der 11. Minute einen Kopfball noch über die Latte gesetzt hatte, war der Tscheche drei Minuten später nach idealer Vorarbeit des schnellen Mair erfolgreicher und traf aus halbrechter Position zwischen den Beinen von Payer durch zum 2:0 gegen eine langsame und unbewegliche Rapid-Abwehr.

Riesenchance war Zufall
In der Folge kam Rapid etwas auf, die Schüsse von Kavlak, Hofmann (16.), Vorisek (39.) waren allerdings zu harmlos, was sich zunächst auch nach der Pause (Hofmann/49./70., Kavlak/53.) fortsetzte. Die Riesenchance für Rapid in der 48. Minute, als der eingewechselte Korkmaz den Ball nach einem Missverständnis Safar/Ertl an die linke Außenstange setzte, war Zufall. Das 1:2 in der 82. Minute entstand nach einem Corner von Hofmann, als Valachovic nach einem Tumult im kleinen Strafraum den Ball über die Linie drückte.

Für die Austria hatten Lafata (41./Payer hielt) und Kiesenebner (51./nach Pass von Lasnik) mit einem Fehlschuss aus guter Position die Chance auf das 3:0. Dass Metz in der 84. Minute das Rapid-Tor nur äußerst knapp verfehlte, hätte sich fast noch gerächt, denn Kincl (87./hauchdünn) und Bilic (89./Safar rettete) fanden für die nun stark drückenden Grün-Weißen noch Riesenmöglichkeiten zum 2:2 vor.

(apa/red)