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Heimische Industrie legt stärkstes Wachstum seit sechs Jahren hin

Für 2017 Anstieg der Industrieproduktion um 3 Prozent erwartet

Die heimische Industrie hat zu Beginn des zweiten Quartals weiter Fahrt aufgenommen. Der Einkaufsmanagerindex der Bank Austria, ein Konjunkturindikator, ist im April auf den höchsten Wert seit sechs Jahren gestiegen. "Die heimische Industrie setzt den dynamischen Wachstumskurs der vergangenen Monate nicht nur fort, sondern erhöht im Frühling sogar noch die Schlagzahl", so Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Die Auftragslage habe sich im April weiter verbessert, was den maßgeblichen Beitrag zum Anstieg des Einkaufsmanagerindex (EMI) geleistet habe, so das Institut. Sowohl das Neugeschäft aus dem Inland als auch die Nachfrage aus dem Ausland hätten sich beschleunigt. Auch seien erneut neue Jobs in der Industrie entstanden, wenngleich sich der Beschäftigungsaufbau etwas verlangsamt habe.

Wermutstropfen in dieser guten Entwicklung sind stark steigende Einkaufspreise, die auf die Betriebserträge drücken. "Seit fast einem Jahr leiden die Margen der österreichischen Betriebe unter dem starken Preisauftrieb im Einkauf", sagte Ökonom Walter Pudschedl am Mittwoch in einer Aussendung.

Aufgrund des Aufschwungs auch in der europäischen Industrie gehen die Experten der Bank Austria von einem Anstieg der Industrieproduktion um mindestens 3 Prozent für 2017 aus. Auch mit einem spürbaren Anstieg der Beschäftigten wird gerechnet.

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