Heimische Fluglinie macht AUA Konkurrenz:
Austriair schnappt sich Linie Wien-Frankfurt

Tägliche Geschäftsflüge nach Deutschland geplant Flugunternehmen will auch im Inland expandieren

Heimische Fluglinie macht AUA Konkurrenz:
Austriair schnappt sich Linie Wien-Frankfurt © Bild: APA/EPA/Lambert

Der Flughafen Wien bekommt überraschend einen neuen Linienfluganbieter, der obendrein noch in österreichischer Hand ist. Das Geschäftsflug-Unternehmen Austriair startet im Frühjahr die Route Wien-Frankfurt, die die AUA im Zuge der Übernahme durch die Deutsche Lufthansa aufgeben musste. Auf der Strecke soll täglich geflogen werden.

Außerdem ist noch geplant, fünf Mal die Woche die Strecke Wien-Stuttgart und Wien-München zu bedienen, so Austriair-Manager Bosko Rasovic im Gespräch mit der APA. Eine Stellungnahme vom für die Streckenvergabe zuständigen Verkehrsministerium und von der AUA war kurzfristig nicht zu erhalten. An dem Slot sollen auch der AUA-Mitbewerber Fly Niki und KLM interessiert gewesen sein.

Droht der AUA Verlust der Russland-Routen?
Laut Austriair droht der AUA auch der Verlust der exklusiven Streckenrechte nach Russland, da die AUA nun kein österreichisches Unternehmen mehr sei. Interesse bekundete Austriair auch an jenen innerösterreichischen Flügen, die die AUA wegen angeblicher Unrentabilität schließen will.

Die AUA reagierte entspannt: Die Russland-Destinationen stünden nicht zur Disposition, sondern seien von behördlicher Seite der AUA zugewiesen. Auch stimme es nicht, dass die AUA durch die Übernahme durch die Deutsche Lufthansa kein österreichisches Unternehmen mehr sei. Die heimische Eigentümerschaft sei durch die Oberste Zivilluftfahrtsbehörde bestätigt, wurde betont.

Hinter Austriaair steht die MAP-Holding, und hinter der wiederum eine heimische Stiftung. Geschäftsführer der MAP-Holding sind Peter Fiers und Michael Neuhuber. Der Linienflugbetrieb soll mit rund 150 Personen geführt werden, so Rasovic. Momentan hat das Unternehmen in Spitzenzeiten bis zu 300 Mitarbeiter, die neben der MD-83 auch noch 13 Geschäftsreiseflugzeuge betreiben.
(apa/red)