Heimelige Abschlusskundgebung: Knapp tausend Menschen bei FPÖ-Feier in Graz

Ein Drittel davon demonstrierte gegen Strache Strache-Ausritte gegen Ausländer und Asylwerber

Knapp tausend Menschne kamen zum "Strache-Schauen" auf den Grazer Hauptplatz. Dort hielt FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache die Abschlusskundgebung zur steirischen Wahlkampftour ab. Ein gutes Drittel der Schauzlustigen waren aber nicht Sympathisanten der Freiheitlichen , gegen die sei lautstark skandierten. Der FPÖ-Chef beschäftigte sich ein wenig mit EU, Eurofightern, ÖGB und dem "Heiligen Vater - recht hat er mit seinen Aussagen zum Islam" - den überwiegenden Teil der Veranstaltung wetterte er gegen Ausländer und Asylwerber.

Dabei war das Publikum durchaus Multikulti - Inder mit Turban hörten einige Minuten lang zu, um dann wieder ihrer Wege zu gehen - während Strache vom "von der Regierung bewusst herbeigeführten Bevölkerungsaustausch durch Zuwanderung" sprach. Der überwiegende Teil des Publikums war recht jung - und rein äußerlich durchaus zwiespältig in der Erscheinung: Ein Bursche trug zu seinen Rasta-Locken ein schwarzes "Nordmark"-T-Shirt.

Ein anderer junger Mann mit langen blonden Haaren gab sich mit seiner Leibchen-Aufschrift germanisch-mythisch: "Die Sonne ist schwarz, die Rune lebt, der Hammer zerschmettert das Kreuz". Auf der kleinen Bühne, auf der die FPÖ-Riege - unter anderem mit dem steirischen Spitzenkandidaten Gerhard Kurzmann angetreten war - sprach Strache derweil vom "christlichen Abendland", das es zu schützen gelte.

Wie eine Wahlkampfarena wirkte der Grazer Hauptplatz nur auf der dem Rathaus zugewandten Seite - der früherer FPÖ-Chef Jörg Haider hatte den zentralen Grazer Platz zu seinen besten Zeiten mühelos gefüllt und rund 10.000 Leute angelockt. Am Dienstag kann man vergleichen - da gibt das BZÖ hier seine steirische Abschlusskundgebung, allerdings wohl ohne die am Montag überraschend aus der Partei ausgetretene Justizministerin und steirische Spitzenkandidatin Karin Gastinger. (apa/red)