Heide Schmidt macht mit dem LIF Schluss:
"Liberale Partei offenbar nicht erwünscht"

Schmidt will politisch nicht noch einmal aktiv werden Auch Haselsteiner zieht sich aus der Politik zurück

Heide Schmidt macht mit dem LIF Schluss:
"Liberale Partei offenbar nicht erwünscht" © Bild: Reuters/Prammer

LIF-Spitzenkandidatin Heide Schmidt hat nach dem Scheitern bei der Nationalratswahl ihren politischen Rückzug angekündigt. "Ich sehe keinen Grund mehr weiterzukämpfen. Das Projekt ist abgeschlossen", erklärte sie im "Standard". Der Wählerwille habe gezeigt, "dass eine liberale Partei in diesem Land anscheinend nicht erwünscht ist". Sie schloss dezidiert aus, noch einmal politisch aktiv zu werden.

LIF-Finanzier Hans-Peter Haselsteiner kündigte an, den Geldhahn abzudrehen. Sein politisches Engagement sei - auch in finanzieller Hinsicht - "ein für alle Mal beendet", ließ der Strabag-Chef von seinem Sprecher ausrichten. Wie es mit dem Liberalen Forum nun genau weitergehen wird, entscheidet sich erst bei einem Parteitag Anfang November.

Schmidt sieht für die Partei, die sie vor 15 Jahren gegründet hat, allerdings wenig Chancen: "Ich weiß nicht, ob eine liberale Partei in diesem Land eine Zukunft hat." Das für den Wahlkampf angemietete Büro in der Wiener Innenstadt werde jedenfalls aufgelassen.
(apa/red)