Heftiger Sturm fegte über Vorarlberg
hinweg: Mehrere Zwischenfälle im "Ländle"

Böen verwehten Fassadenteile: Frau leicht verletzt Rettungsaktion: Boote wurden manövrierunfähig

Sturmartige Böen haben in Vorarlberg zu mehreren Zwischenfällen geführt. In Höchst (Bezirk Bregenz) wurde eine Frau leicht verletzt: Sie war in einem Pkw mitgefahren, dessen Lenker nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte, als von einer Baustelle Fassadenteile auf die Straße geweht wurden.

Der Neubau der Beschlägefirma Grass soll im nächsten Monat bezogen werden. Durch den Sturm waren Platten für die Fassade auf die Landstraße bzw. auf das Areal eines gegenüber liegenden Gärtnereibetriebes geschleudert worden.

Ein Pkw-Lenker musste eine Vollbremsung ausführen, ein nachfolgender Autolenker konnte nicht mehr ausweichen und fuhr auf. Glücklicherweise wurden keine weiteren Personen verletzt: Die Fassadenteile wiesen messerscharfe Kanten auf. Die Feuerwehr musste mit 24 Mann ausrücken, um die Unfallstelle und das Umfeld zu räumen.

Glimpflich verlief der Sturm für eine Reihe von Bootsbesitzern auf dem Bodensee. Beamte der Seepolizei Hard hatten gerade an einer internationalen Kontrollaktion teilgenommen, als Starkwindwarnung und kurze Zeit später Sturmwarnung ausgelöst worden war.

Der Sturm kam nach Polizeiangaben überraschend schnell mit Böen bis Windstärke 7 auf. Die Besatzung des Polizeibootes musste daraufhin zwei Motor- und zwei Segelboote in den Hafen Hard schleppen, die manövrierunfähig geworden waren.

(apa/red)