Haustiere und Hitze von

Todesfalle Auto

Haustiere und Hitze - Todesfalle Auto © Bild: News/Ian Ehm

Das erste Hitzeopfer wurde bereits vor wenigen Tagen in die Wiener Veterinärmedizinische Universität eingeliefert. Ein kleiner Mops war von seinen Haltern im Wagen zurückgelassen worden. Dass hochsommerliche Temperaturen das Auto zur Todesfalle für Hunde werden lassen, wird an ersten Hitzetagen fatalerweise oft übersehen.

Innerhalb weniger Minuten kann die Temperatur im Auto auf bis zu 70 Grad steigen. Ein Parkplatz im Schatten, geöffnete Fenster, Vorkühlung durch die Klimaanlage helfen nichts. Werden Hunde auch nur zehn Minuten hohen Temperaturen ausgesetzt, droht im schlimmsten Fall der Tod durch Hitzschlag. Wer einen in einem Auto eingeschlossenen Hund entdeckt, sollte die Polizei rufen, die weitere Rettungsmaßnahmen einleiten kann.

Doch nicht nur Autos sind für Hunde im Sommer gefährlich. Auch die Mitnahme auf dem Fahrrad in extremer Mittagshitze sollte vermieden werden, warnt Tierärztin Eva Eberspächer-Schweda von der Veterinärmedizinischen Universität in Wien. "Man muss dafür sorgen, dass der Hund die Möglichkeit hat, in den Schatten zu gehen. Wichtig ist frisches Wasser", rät die Tierärztin. Im Auto oder im Fahrradkorb hat der Hund keine Chance, der Hitze zu entkommen. Die Selbstkühlung durch Hecheln kann bei Hitze den Hundekörper überfordern und erhitzt ihn durch die Anstrengung noch mehr. Die Symptome eines Hitzschlags sind leicht zu erkennen: Das Tier erbricht, hat Schaum vor dem Mund, die Zunge färbt sich in tiefem Blutrot, das Tier kollabiert. In diesem Fall ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen.

Wer seinem nur leicht überhitzten Hund Abhilfe schaffen will, sollte das langsam tun und ihn keinesfalls mit eiskaltem Wasser übergießen. Das führt zum Kreislaufkollaps oder versetzt das Tier gar in Schockzustand. Kalte Handtücher behutsam auf die Pfoten aufzulegen und frisches Wasser anzubieten, aber dem Hund nicht gewaltsam einzuflößen, hilft.

Besser aber, man lässt es gar nicht so weit kommen. Vorsorge ist stets besser als jede Therapie. Für dickfellige Hunde hat Tierärztin Eberspächer- Schweda ein probates Mittel erdacht. Sie nennt es "Rallye-Streifen": Man schert dem Hund von der Brust zum Bauch einen Streifen. Das gibt ihm die Möglichkeit, sich auf Grasflächen oder Fliesen selbst Abkühlung zu verschaffen.

Wie schützen Sie Ihren Hund vor der Hitze?

Information: www.vierpfoten.at

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