Haussegen bei Real Madrid hängt schief:
Vorstandsmitglieder fordern neue Führung

Präsident Fernando Martin im Zentrum der Kritik Zeitungen: "Kriegstrommeln werden geschlagen"

Beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid hängt nach wechselnden Saison-Leistungen der Haussegen schief. Nach Presseberichten vom Dienstag will ein großer Teil der Vorstandsmitglieder noch vor der Sommerpause zurücktreten und so die Wahl einer neuen Klubführung erzwingen. Im Zentrum der Kritik steht Vereinspräsident Fernando Martin, der erst seit Februar im Amt ist. "Bei Real werden die Kriegstrommeln geschlagen", schrieben die Zeitung "El Mundo" und das Sportblatt "As" übereinstimmend.

Viele Vorstandsmitglieder seien der Ansicht, dass der Immobilienunternehmer Martin für den Posten des Real-Präsidenten nicht geeignet sei. Der Klubchef habe keine Pläne für eine Erneuerung des Kaders vorgelegt und es verabsäumt, die Bundesliga-Profis Michael Ballack vom FC Bayern München und Christian Poulsen vom FC Schalke 04 ablösefrei unter Vertrag zu nehmen. Um die Wahl eines neuen Präsidenten zu erzwingen, müssten nach den Real-Statuten allerdings 15 der 19 Vorstandsmitglieder ihre Ämter niederlegen.
(apa/red)