Pfui Teufel! von

Wo im Haushalt die
meisten Keime lauern

Eines vorweg: Das stille Örtchen ist nicht der unhygienischste Platz im Haushalt

Eine Frau putzt ein WC © Bild: Shutterstock.com

Wir wischen, waschen und schrubben. Damit unser Zuhause nicht nur blitzeblank, sondern auch hygienisch rein ist. Das Skurrile an der Sache: Während wir zum x-ten Mal über Bad, Abwasch und Co. putzen, beseitigen wir die Bakterien nicht, sondern verteilen sie gar großzügig über die Flächen. Mit dem Ergebnis, dass sich in der Küche letztlich mehr Bakterien tummeln als auf der WC-Brille.

Schuldig in allen Anti-Hygiene-Anklagepunkten ist das Schwammtuch, auch bekannt als Küchenfetzen. Einer Studie des Hygiene Councils zufolge, das österreichische Haushalte unter die Lupe nahm, ist er der Bakterienherd Nummer eins. Das liegt daran, dass er weder ausreichend gereinigt noch rechtzeitig entsorgt wird. Wobei sich in seinem feuchten, warmen Klima nicht nur ungefährliche, sondern auch krankheitserregende Mikroorganismen wohlfühlen. Dagegen hilft nur Wegschmeißen, bei 90 °C oder mit Hygienespüler waschen.

Hygienefalle Bad

Gleich an zweiter Stelle rangiert der Küchen-Wasserhahn. In neun von zehn Haushalten ist er unzureichend gereinigt, in über einem Drittel sogar schwer verunreinigt. Auch Türschnallen und Amaturen im Badezimmer eignen sich zur Übertragung von Keimen. Sie waren in über 30 Prozent der untersuchten Haushalte alles andere als rein. In der Regel können sich krankheitserregende Mikroorganismen auf jenen Oberflächen ungestört vermehren, die sehr häufig berührt, aber nur selten gereinigt werden.

Tipps für die Küche

Wer nicht das Risiko eingehen will, mit einer Salmonellen-Infektion im Krankenhaus zu landen, sollte rohes Hühnerfleisch und Gemüse oder Salat stets auf unterschiedlichen Brettern schneiden. Anderseits können Salat oder Gemüse Verderbniserreger aus der Erde übertragen. Die Bretter nach dem Gebrauch daher gut waschen und komplett trocknen lassen. Die Erreger vermehren sich nämlich nur in Feuchtigkeit.

Cool 'n clean

Verderbniskeime, die Durchfall hervorrufen können, finden sich auch im Kühlschrank. Wer diesen gelegentlich mit Essigreiniger säubert, vermeidet, dass er sich in eine Brutstätte für gesundheitsschädliche Keime verwandelt. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Lebensmittel im Kühlschrank getrennt aufzubewahren. So lässt sich vermeiden, dass sie sich gegenseitig mit Verderbniserregern infizieren.

Sauberes Örtchen

Ironischerweise schneidet die Toilette im Hygienetest gar nicht mal so schlecht ab. Das liegt vermutlich daran, dass das stille Örtchen im ganzen Haushalt am penibelsten geputzt wird. Außerdem ist die Klobrille meist sehr trocken, sodass sich dort keine Bakterien ansiedeln können. Dagegen ist der Mülleimer - vor allem der Bio-Müll - ein von Keimen bevorzugtes Plätzchen. Daher besser einmal zu viel als einmal zu wenig ausleeren, auswaschen und ordentlich trocknen lassen.

Kommentare

Was auch empfehlenswert ist, ist antibakterielles Feinsteinzeug. Das gibt es tatsächlich. Beispielsweise 3 Meter mal 1 Meter Platten sodass auch nur noch minimal Fugen im Bad sind. Wenn jemand dazu fragen hat bitte unter http://www.facebook.com/badarchitekt melden

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