Hausbesorgerin zu mutmaßlichen Vierfach-
Mörder: "Dieser Mann war wirklich nett"

Nachbarn sehen ihn als "komischen" Einzelgänger Schwester war bei Besuchen immer "sehr lieb" zu ihm

Während einzelne Nachbarn den mutmaßlichen Vierfach-Mörder eher als "komischen" Einzelgänger einstuften, hat die Hausbesorgerin des ehemaligen Wohnhauses des Mannes in Wien-Döbling ein anderes Bild gezeichnet. "Dieser Mann war wirklich nett", erzählte sie. Hilfsbereit sei er gewesen und er habe immer lustig mit ihr geplaudert. Die Tat sei auf jeden Fall ein "Wahnsinn" und "schrecklich".

Dass der Mann ausziehen müsse, habe sie bereits seit längerem gewusst, über die Gründe wolle sie aber nicht reden, betonte die Frau. Am Freitag habe sei Josef Branis zuletzt gesehen, am Montag war er dann schon verschwunden. Gehört habe die Wohnung bis vor ca. einem Jahr einer anderen Familie bzw. Frau. Nach deren Tod habe dann der Besitzer gewechselt.

Seine Zeit habe sich der ältere Mann vor allem mit dem Verfolgen des Fernsehprogramms vertrieben, ab und zu habe sie ihn beim Einkauf von Lebensmitteln beobachtet. Besuch habe er ab und zu nur von seiner Schwester bekommen, diese sei auch immer "sehr lieb" zu ihm gewesen. Seine Tochter habe sie hingegen nie gesehen. Zu einem Konflikt innerhalb der Familie wollte die seit 30 Jahren als Hausbesorgerin tätige Frau nichts sagen. Sie habe auf jeden Fall nicht den Eindruck gehabt, dass es Josef Branis in letzter Zeit schlecht gegangen sei. Sie habe an seinem Verhalten nichts bemerkt, er solle auch die Wohnung weiter gezahlt haben. (apa/red)