Hauptbahnhof Wien von

Erste Züge im Sommer

Bauarbeiten gehen voran - Teilinbetriebnahme erfolgt im Dezember

Hauptbahnhof Wien - Erste Züge im Sommer © Bild: APA/Pfarrhofer

Wiens neuer Hauptbahnhof nimmt konkrete Formen an: Rund 100 Kilometer Gleise werden bis zur Eröffnung der zentralen Station im Dezember 2014 verarbeitet. Wobei erste Züge im Probebetrieb bereits im August 2012 einfahren sollen, wie ÖBB-Gesamtprojektleiter Karl-Johann Hartig berichtete. Reisenden steht das Prestigebauprojekt der ÖBB ab 9. Dezember 2012 zur Verfügung.

Rund 500 Mitarbeiter arbeiten derzeit am Bahnhof, bis 2014 werde sich deren Anzahl auf rund 2.000 Personen erhöhen: "Das liegt daran, weil dann auch die Shops im Einkaufszentrum am Bahnhof eingerichtet werden, wir die Stockwerke unterhalb des Bahnhofs fertigstellen und noch extra Personal für das Verlegen der Oberleitungen und die Sicherheitstechnik benötigen", erklärte Hartig. Die gesamte "Bahnhof-City" inklusive EKZ wird laut derzeitigem Plan erst nach der Eröffnung der Verkehrsstation, also im Lauf des Jahres 2015, in Betrieb gehen.

Rund um die Baustelle, die eine der größten in Europa ist, entsteht zudem ein neues Stadtviertel mit Büro- und Wohnkomplexen. Für den südlichen Teil des Areals - im Bereich der Sonnwendgasse, Gudrunstraße und dem Bahnkörper - fiel im Februar der Startschuss für den Bau. Hier sollen bis Ende 2014 rund 5.000 Wohnungen samt Kindergarten und einem Bildungscampus gebaut werden. Im Bahnhofs-Einkaufszentrum werden rund 100 Geschäfte errichtet.

Die Gesamtkosten des Projekts - also Bahnhof und Stadtentwicklungsgebiet - belaufen sich auf rund vier Milliarden Euro. Dabei fallen für den Bahnbau ungefähr 987 Millionen Euro an. Der Rest teilt sich größtenteils auf private Investitionen für Wohnungen und Büros auf. Die Stadt Wien investiert rund 500 Millionen Euro.