Hatte Fränk Schleck Kontakt zu Fuentes? Tour-6. angeblich Kunde beim Doping-Arzt

CSC-Teamchef Bjarne Riis bestreitet die Vorwürfe Spanischer Arzt kam 2006 zu trauriger Berühmtheit

Hatte Fränk Schleck Kontakt zu Fuentes? Tour-6. angeblich Kunde beim Doping-Arzt © Bild: Reuters/Cristel

Just am Tag des entscheidenden Zeitfahrens bei der 95. Tour de France hat die Vergangenheit den Radsport wieder eingeholt. Laut einem Bericht der "Süddeutsche Zeitung" soll auch Fränk Schleck ein Kunde von Eufemiano Fuentes gewesen sein. Und sein Sportlicher Leiter Bjarne Riis soll den Luxemburger dorthin begleitet haben.

Die Münchner Zeitung beschuldigte den Fahrer im Dezember 2005 bei Fuentes vorstellig geworden sein. Die "Süddeutsche" bezog sich auf internationale Ermittler und gab an, dass die "angebliche Kundschaft" von Fränk Schleck "mit Sachbeweisen zu belegen sei". Es bestehe jedoch kein Hinweis, dass der Kontakt die Absicht des Blutdopings hatte.

Der Täter als Opfer
CSC-Teamchef Riis bestritt gegenüber der dänischen Zeitung "B.T.", Fuentes getroffen zu haben. Im deutschen TV-Sender ZDF wurde er zu den aktuellen Vorwürfen konkreter. "Niemals in meinem Leben würde ich meine Fahrer auffordern, ihn zu kontaktieren", betonte der Däne, der im Vorjahr zugegeben hatte, bei seinem Tour-de-France-Sieg 1996 mit EPO gedopt gewesen zu sein. Nun gibt er sich geläutert. "Ich habe das hinter mich gebracht und jetzt als Chef eine ganz andere Verantwortung", sagte Riis.

Die Affäre um den Gynäkologen Fuentes war 2006 ins Rollen gekommen. Ivan Basso, Jan Ullrich und rund 50 weitere Fahrer wurden unmittelbar vor der Tour de France mit dem spanischen Arzt in Verbindung gebracht und vom Rennbetrieb ausgeschlossen. (apa/red)