Fakten von

Hasenhüttl
wechselt zu RB Leipzig

48-jähriger Steirer verlässt mit Saisonende Ingolstadt

Fakten - Hasenhüttl
wechselt zu RB Leipzig © Bild: imago/Zink

Ralph Hasenhüttl ist ab kommender Saison der neue Trainer von RB Leipzig. Der 48-jährige Steirer verlässt mit Saisonende den FC Ingolstadt und erhält beim Red-Bull-Club, der vor dem Aufstieg in die erste deutsche Fußball-Bundesliga steht, einen liga-unabhängigen Dreijahresvertrag. Nachfolger in Ingolstadt wird Markus Kauczinski vom Karlsruher SC. Das teilten die Vereine am Freitag mit.

"Ich habe mich gefreut, wie professionell und schnell es eine Einigung zwischen den Vereinen gegeben hat", sagte Hasenhüttl. "Ich habe hier viel aufgebaut und hoffe, dass die Erfolgsstory weitergeht. Jeder hat gemerkt, wie wohl ich mich gefühlt habe", meinte der Steirer. Ingolstadt-Sportdirektor Linke konnte sich eine spitze Bemerkung nicht verkneifen: "Wir sind ein Verein, der Spielern und offensichtlich jetzt auch Trainern als Sprungbrett dienen kann."

Hasenhüttl hatte den FC Ingolstadt in der vergangenen Saison in die erste Bundesliga geführt und frühzeitig den Klassenerhalt geschafft. Der Erfolgscoach hatte bei den "Schanzern" noch einen Vertrag bis 2017, für seinen Wunschkandidaten machte Leipzig aber die angeblich höchste Trainer-Transfersumme im deutschen Fußball locker und stattete ihn mit einem Dreijahresvertrag aus.

© imago/Jan Huebner
»Höchste Ablöse, die bisher für einen Trainertransfer in Deutschland bezahlt wurde«

Die Ingolstädter schrieben in ihrer Mitteilung von der "höchsten Ablöse, die bisher für einen Trainertransfer in Deutschland bezahlt wurde." Man habe immer betont, "dass die Realisierung des Transfers nur unter bestimmten Voraussetzungen umsetzbar ist", fügte Sport-Geschäftsführer Harald Gärtner hinzu. Der Zweitligist aus Sachsen machte dagegen keine Angaben dazu, Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff betonte aber: "Es war immer klar, dass wir keine astronomischen Summen und erst recht auch keinen RB-Leipzig-Bonus zahlen." Er sprach aber von der absoluten "1a-Lösung".

Hasenhüttl folgt in Leipzig auf Ralf Rangnick als Trainer. Dieser wird nach wie vor als Sportdirektor bei den Sachsen arbeiten, die am Samstag den Aufstieg in die erste Liga perfekt machen können. Gegner ist der KSC mit Kauczinski. Dieser hatte die KSC-Verantwortlichen bereits im Oktober vergangenen Jahres informiert, dass er seinen Vertrag nicht verlängern werde.

Nächste Saison soll Kauczinski die Ingolstädter mit den ÖFB-Teamspielern Ramazan Özcan, Markus Suttner und Lukas Hinterseer auch im zweiten Jahr in der Bundesliga halten. Der 46-Jährige wurde in diesem Jahr vom Deutschen Fußball-Bund mit dem Trainerpreis des deutschen Fußballs ausgezeichnet.

Steckbrief
RALPH HASENHÜTTL (48 Jahre):

Geboren: 9. August 1967 in Graz
Wohnort: Unterhaching
Familienstand: verheiratet, zwei Söhne

Stationen als Spieler:
GAK (1985-89), Austria Wien (1989-94), Austria Salzburg (1994-96), KV
Mechelen (BEL, 1996/97), Lierse SK (BEL, 1997/98), 1. FC Köln
(1998-2000), Greuther Fürth (2000-02), Bayern München Amateure
(2002-04)

Größte Erfolge als Spieler:
* Acht Länderspiele für Österreich (3 Tore)
* Vierfacher österreichischer Meister 1991, 1992, 1993, 1995
* Dreifacher österreichischer Cupsieger 1990, 1992, 1994
* Champions-League-Teilnahmen mit Salzburg und Lierse

Stationen als Trainer:
SpVgg Unterhaching (2007-10), VfR Aalen (2011-13), FC Ingolstadt
(Oktober 2013 - Mai 2016), RB Leipzig (ab Sommer 2016)
Erfolge als Trainer:
* Aufstieg mit FC Ingolstadt in die 1. deutsche Bundesliga
* Klassenerhalt mit FC Ingolstadt in 1. deutscher Bundesliga
* Aufstieg in die 2. deutsche Bundesliga mit Aalen 2012

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