Öberösterreich von

Pfotenhilfe Lochen
päppelt "Osterhasen" auf

Was tun, wenn man ein Tierbaby findet? Experten-Tipps für den Notfall.

Feldhasen-Baby © Bild: Corbis

Zwei erst wenige Wochen alte Feldhasenbabys, deren Mutter verschwunden ist, werden derzeit von den Tierpflegern der Pfotenhilfe Lochen (Bezirk Braunau) aufgepäppelt. Die Einrichtung warnte in einer Aussendung allerdings auch vor falsch verstandener Tierliebe: Nicht jedes Wildtier, das ohne Mutter gefunden wird, ist verwaist und benötigt - wie in diesem Fall - auch tatsächlich menschliche Hilfe.

Die kleinen Häschen bringen derzeit je 170 Gramm auf die Waage. Wenn sie ein Kilo wiegen, sollen sie wieder ausgewildert werden. Um diesem Ziel möglichst rasch näher zu kommen, gibt es im Drei-Stunden-Takt Fläschchen, auch nachts. "Die Überlebenschancen ohne Mutter sind in diesem Alter bei Feldhasen äußerst gering", erklärt Geschäftsführerin Johanna Stadler.

Nur im Notfall handeln!

Experten raten daher, zuerst Fachleute beizuziehen, wenn man ein vermeintlich in Not geratenes Wildtier findet. Ist das nicht möglich, sollte man zweimal überlegen, ob man es wirklich mitnimmt: "Befindet sich das Jungtier in der unmittelbaren Nähe seiner verstorbenen Mutter, dann ist unverzügliches Handeln gefragt. Ist es jedoch unverletzt und nur alleine, dann sollte das Wildtier auf keinen Fall von uns berührt oder gar mitgenommen werden." Feldhasen-Mütter lassen ihre Jungen oft zum Schutz vor Feinden in Mulden zurück, während sie selbst auf Futtersuche sind, kehren dann aber zurück, um sie zu säugen.

Kommentare

Oberon

Wer sich -so wie ich - öfters Tiersendungen anschaut, weiß natürlich, dass die Tiermutter wieder zu ihren Jungen zurückkehrt, um diese zu säugen. Die Natur hat sich schon was dabei gedacht und man sollte nicht bei allem menschliche Maßstäbe anwenden.
Alles Gute für die kleinen Hasen und noch ein recht langes Leben. :-))

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